| Automatischer Bankabruf

Behörden rufen Bank-Daten von Hartz IV Empfängern ab

Bankdaten werden automatisch abgerufen, wenn keine Angaben über das Vermögen gemacht werden.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Antragstellern von Hartz IV nützt es nichts, wenn sie Auskünfte über ihr Vermögen verweigern. Die Sozialbehörden sollen die Bankdaten automatisch abrufen können. Die Zahl der Konto-Auskunfts-Ersuchen sei im Jahr 2012 sogar um 25,3 % gestiegen.

Immer mehr Behörden rufen nach Informationen einer großen Zeitung Kontodaten von Empfängern von Hartz IV, Bafög oder Wohngeld ab. Die Zahl der automatischen Abrufe sei im vergangenen Jahr um 25,3 % auf 72.578 gestiegen, wie das Blatt unter Berufung auf eine Statistik des Bundeszentralamtes für Steuern berichtet.

Auskunfts-Verweigerung sinnlos

Seit der Einführung der Kontenabrufe im Jahr 2005 habe es damit 333.652 Konto-Auskunfts-Ersuchen gegeben. Die Sozialbehörden können die Bank-Daten von Antragstellern dem Bericht zufolge automatisch abrufen, wenn diese sich weigern, Angaben über ihre Vermögen oder Konten zu machen.

Schlagworte zum Thema:  Hartz IV, Sozialgeld, Wohngeld, BAföG

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