BA: Fehler Beschäftigtenzahl führt nicht zu höheren Beiträgen

Aufgrund einer technischen Panne wurden Anfang 2016 Meldungen von Arbeitgebern über Beschäftigte für das Jahr 2015 bei der Bundesagentur für Arbeit in größerem Umfang nicht verarbeitet. Welche Auswirkungen hat die Korrektur auf Steuer- und Beitragseinnahmen?

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) führte der Datenverarbeitungsfehler bei den Beschäftigtenzahlen im Jahr 2016 nicht zu höheren Beitragseinnahmen in den Sozialkassen. Die BA nahm an, dass die Beschäftigtenzahlen in der zweiten Jahreshälfte 2016 dementsprechend geringer ausfallen würden. Nach einer späteren Fehlerkorrektur zählte die Behörde im Jahresdurchschnitt 2016 dann knapp 400.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mehr als zunächst gedacht.

BA: Keine Auswirkungen auf Beitrags- und Steuereinnahmen

Die tatsächlichen Beitragseinnahmen für 2016 seien davon jedoch nicht betroffen gewesen, denn diese erfolgten unabhängig von der Statistik, teilte ein BA-Sprecher am 27. April 2017 mit. Auch auf die Steuereinnahmen habe die Korrektur der hochgerechneten Beschäftigtendaten keinen Einfluss gehabt. Insgesamt gebe es in Deutschland knapp 31,7 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Eine Zahl von 400.000 falle da kaum ins Gewicht.

Steuerschätzerin: Positive Auswirkungen auf Steuer- und Beitragseinnahmen

Die Steuerschätzerin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Kristina van Deuverden, äußerte sich wie folgt: «Das hat natürlich positive Auswirkungen auf die Steuer- und Beitragseinnahmen.» In der letzten Steuerschätzung vom November seien die 400.000 zusätzlichen Erwerbstätigen noch nicht enthalten gewesen. Sie sorgten für deutlich höhere Lohn-, Einkommen- und Umsatzsteuern und mehr Sozialbeiträge. Die Steuerschätzung werde nun aber auch aus anderen Gründen besser ausfallen als die bisherige.