27.06.2013 | Unfall auf dem Weg zur Arbeit

Arbeitsunfall bei Sturz über eigenen Hund

Verletzungen durch eigenen Hund ggf. Arbeitsunfall
Bild: Brand X Pictures

Ein Hundebesitzer wurde vor der Arbeit von seinem eigenem Hund umgerannt und verletzt. Er wollte den Arbeitsweg mit dem Auto zurücklegen, weshalb nicht klar war, ob es sich bei dem Unfall um einen Arbeitsunfall handele. Dies wurde nun durch ein LGS-Urteil bejaht.

Vom eigenen Hund auf dem Weg zur Arbeit umgerannt und dabei verletzt - einem Urteil des Landessozialgerichts (LSG) Sachsen-Anhalt v. 16.5.2013 (L 6 U 12/12) zufolge kann das ein versicherter Arbeitsunfall sein.

Arbeitsunfall bei Zusammenstoß mit dem eigenem Hund?

Im konkreten Fall war ein Versicherungsvertreter morgens auf dem Weg zum Auto von seinem Schäferhund umgerannt worden. Dabei verletzte sich der Mann am Bein. Da er mit seinem Wagen zur Arbeit fahren wollte, stand die Frage im Raum, ob es sich um einen Arbeitsunfall handelt.

Keine Unterbrechung des unmittelbaren Arbeitswegs durch Verabschiedung vom Hund

Nach Auffassung des LSG Sachsen-Anhalt in Halle hat sich der Mann zwischen Haustür und Auto auf dem unmittelbaren Weg zur Arbeit befunden, wie das Gericht am 26.6.2013 mitteilte. Dass er sich von seinem Hund verabschieden wollte und nach diesem pfiff, sei nur eine unerhebliche und geringfügige Unterbrechung des Arbeitswegs gewesen. Das Urteil ist rechtskräftig. Die erste Instanz hatte noch geurteilt, dass der Unfall nichts mit der Arbeit zu tun habe.

Schlagworte zum Thema:  Arbeitsunfall, Unfallversicherung

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