Häufig wird übersehen, dass die Aussagekraft des Rentenniveaus durch das Abstellen auf Standardrentner und Durchschnittsverdiener für den Einzelnen nur begrenzt ist.

Die individuelle Rente ist ein Spiegelbild des gesamten Erwerbslebens, es finden sich darin also sowohl die üblicherweise niedrigen Verdienste der ersten Berufsjahre als auch die höheren Verdienste der letzten Jahre vor der Rente, aber z. B. auch Zeiten der Arbeitslosigkeit oder der Krankheit wieder.

Versorgungslücken

Daher verschleiert das auf Durchschnittseinkommen normierte Rentenniveau die tatsächliche Höhe eines am letzten Arbeitseinkommen gemessenen Versorgungsniveaus. Auch eine etwaige Versorgungslücke wird verschleiert, wenn – wie dies oft bei Angestellten der Fall ist – das Arbeitsentgelt bis zum Renteneintritt ansteigt. Besonders deutlich wird dies z. B. bei Frauen, die häufig Lücken in ihrer Erwerbsbiographie haben. Je größer diese Lücken, desto geringer letztlich der individuelle Rentenanspruch – trotz möglicherweise hoher Verdienste vor dem Rentenbeginn. Die Lücken entstehen z. B. aufgrund von Kindererziehung, soweit diese nicht durch rentenrechtlich anzuerkennende Kindererziehungs- oder Kinderberücksichtigungszeiten ausgeglichen werden. Auf der anderen Seite unterzeichnet das Rentenniveau bei Versicherten, bei denen das Arbeitseinkommen in den Jahren vor dem Renteneintritt rückläufig war bezogen auf das letzte Entgelt, deren höhere tatsächliche Ersetzungsquote. Das Arbeitseinkommen ist z. B. bei Personen in Altersteilzeit vor Renteneintritt rückläufig.

Renteninformation

Wesentlich größere Bedeutung für die individuelle Lebensplanung hat daher die Renteninformation, die einen Überblick über die bisher erworbenen Rentenansprüche und die zu erwartende Leistungen bietet. Die Renteninformation wird an Versicherte, die das 27. Lebensjahr vollendet und mindestens 5 Beitragsjahre haben, einmal pro Jahr verschickt und bietet so die Möglichkeit, Sicherungslücken zu erkennen und rechtzeitig vorzusorgen.

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