Erweiterte ambulante Physio... / 1 Unfallversicherung

1.1 Indikation

Ist erkennbar, dass mit der Krankengymnastik oder Physiotherapie das mögliche Rehabilitationsergebnis nicht ausreichend oder nur verzögert erreicht wird, kann eine EAP angezeigt sein.

Die EAP ist insbesondere indiziert bei

  • Bewegungseinschränkungen nach Gelenk-Teilsteifen,
  • komplexen Gelenkverletzungen mit verzögerter Mobilisierbarkeit,
  • objektiv nachweisbaren Muskelschwächen oder Muskelfunktionsstörungen nach Verletzungen oder Operationen,
  • frühzeitig (innerhalb von 4 Wochen) erkennbarem Stillstand eines anfänglichen Funktionsgewinns unter Standardtherapie der Krankengymnastik/Physiotherapie,
  • koordinativer Leistungsschwäche, insbesondere auch nach zentralen Nervenverletzungen.

1.2 Leistungsumfang

Die kombinierten Behandlungsmaßnahmen sind gemäß Verordnung des Arztes und je nach Indikationen und/oder Leistungszustand des Versicherten in möglichst engen Zeitabständen durchzuführen. Grundsätzlich sollte dies täglich ggf. auch mehrfach und an Samstagen geschehen. Sie sollen 120 Minuten pro Tag nicht unterschreiten.

1.3 Verordnung/Genehmigung

Die EAP ist vom D-Arzt zu verordnen und vom Unfallversicherungsträger vor dem Leistungsbeginn zu genehmigen.

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