Antragspflichtversicherung ... / 4 Mehrfachversicherung

Eine versicherungspflichtige Beschäftigung als Arbeitnehmer neben einer selbstständigen Tätigkeit führt zur Mehrfachversicherung in der Rentenversicherung. Der Selbstständige ist insoweit sowohl in der Arbeitnehmerbeschäftigung als auch in der selbstständigen Tätigkeit versicherungspflichtig in der Rentenversicherung.

 

Praxis-Beispiel

Mehrfachversicherung

 
Versicherungspflicht als Arbeitnehmer seit 1.4.2001
Beginn der Versicherung auf Antrag 1.10.2016
Ende der Beschäftigung als Arbeitnehmer 30.12.2019

In der Zeit vom 1.10.2016 bis 30.12.2019 besteht Versicherungspflicht als Arbeitnehmer nach § 1 Satz 1 Nr. 1 SGB VI, daneben besteht außerdem Versicherungspflicht auf Antrag nach § 4 Abs. 2 SGB VI.

Die Versicherungspflicht wird unterbrochen, wenn der Selbstständige bei fortlaufendem Betrieb infolge von Arbeitsunfähigkeit, wegen Teilnahme an einer Rehabilitationsmaßnahme oder bei Schwangerschaft bzw. Mutterschaft die persönliche (Mit)Arbeit im Betrieb einstellt. Kann die selbstständige Tätigkeit ohne Mitarbeit des Selbstständigen nicht mehr ausgeübt werden, d. h. "ruht" der Betrieb, können bei Vorliegen weiterer Voraussetzungen Anrechnungszeiten anerkannt werden.

 

Praxis-Tipp

Berücksichtigung von Unterbrechungszeiträumen

Damit Unterbrechungstatbestände bei der Beitragsberechnung berücksichtigt werden können, sollte der Selbstständige diese unverzüglich dem zuständigen Rentenversicherungsträger mitteilen. Er ist hierzu nach § 196 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 SGB VI verpflichtet. Das setzt in aller Regel 2 Mitteilungen, und zwar über den Beginn und über das Ende der Unterbrechung voraus, z. B. durch Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen.

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