| Kosten für Übergewichtige

Zuckersteuer wird von vielen Deutschen abgelehnt

Verringert die Zuckersteuer das Übergewicht?
Bild: Project Photos GmbH & Co. KG

Die Deutschen werden immer dicker und die von den Krankenkassen getragenen Behandlungskosten für Übergewichtige steigen entsprechend überproportional. Nun denkt die Politik über eine Zuckersteuer nach. Doch eine Umfrage zeigt: Diese Idee kommt im Volk nicht gut an.

Viel Süßkram zu essen, ist der Gesundheit nicht förderlich. Das wissen die meisten - und naschen trotzdem weiter. Sollte der Staat darum Schokolade und Bonbons teurer machen? Die SPD-Bundestagsabgeordnete Elvira Drobinski-Weiß hatte in der vergangenen Woche einer Zeitung gesagt, für ihre Partei sei die Einführung einer Zuckersteuer denkbar.

Deutsche sind gegen Zuckersteuer

Die große Mehrheit der Deutschen hat sich in einer repräsentativen Umfrage gegen die Einführung einer sogenannten Zuckersteuer ausgesprochen. Nur 30 Prozent der Befragten unterstützen Überlegungen aus der SPD-Bundestagsfraktion, auf Süßwaren die volle Mehrwertsteuer von 19 Prozent zu erheben, 68 Prozent lehnen dies ab. Das ergab eine Umfrage des Instituts Forsa im Auftrag der DAK-Gesundheit. Bislang gilt für Schokolade und Bonbons wie bei den meisten Lebensmitteln der ermäßigte Satz von 7 Prozent.

Zunahme Übergewichtiger rechtfertigt Zuckersteuer

Hintergrund der Überlegungen ist die starke Zunahme übergewichtiger Menschen in Deutschland. Nach Angaben der Krankenkasse mussten 2013 bundesweit mehr als 18 000 Menschen wegen Adipositas oder sonstiger Überernährung im Krankenhaus behandelt werden. Das sei ein Anstieg von 154 Prozent im Vergleich zu 2005, teilte die DAK-Gesundheit in Hamburg mit.
Über die Frage, ob sich die Politik um die Ernährungsgewohnheiten der Bürger kümmern sollte, zeigten sich die Menschen in der Umfrage gespalten. 49 Prozent sehen das als Aufgabe des Staates, 43 Prozent meinten, die Politik sollte sich aus diesem Bereich heraushalten.

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Schlagworte zum Thema:  Gesundheit, Gesunde Ernährung, Prävention

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