| Zahnreport

Kleine Kinder sind zu selten beim Zahnarzt

Zahnprophylaxe bei Kindern muss gefördert werden
Bild: Haufe Online Redaktion

Kleine Kinder werden zu selten zum Zahnarzt gebracht. Nur knapp ein Drittel der unter Sechsjährigen nimmt an der jährlichen Vorsorgeuntersuchung beim Zahnarzt teil - das geht aus dem am 24.4.2012 in Berlin vorgestellten Zahnreport 2012 der BARMER GEK hervor.

"Schäden am Milchgebiss haben später häufig Schäden der bleibenden Zähne zur Folge", erklärte der Autor der Studie, Professor Thomas Schäfer vom Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitssystemforschung in Hannover.

Förderung der Prophylaxe ist ein wichtiges Ziel

Früherkennungsuntersuchungen bei Kleinkindern müssten daher gestärkt werden, vor allem bei sozial schwachen Familien und alleinerziehenden Müttern.

Über alle Altersgruppen hinweg scheint sich die Zahnprophylaxe aber etabliert zu haben: 2010 nahm laut Report jeder Zweite an dem Check-Up teil. Bei den 6- bis 18-Jährigen sind es sogar rund 68 %.

Gleichzeitig steigen auch die Zahnarztkosten:

2011 betrugen die jährlichen Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung für Behandlungen 8,39 Mrd. EUR - eine Steigerung um 11,9 % im Vergleich zum Jahr 2006 (7,67 Mrd. EUR). Die Kosten für den Zahnersatz kletterten nach Angaben der BARMER GEK um 18,8 % von 2,7 Mrd. EUR im Jahr 2006 auf 3,13 Mrd. EUR im vergangenen Jahr.

Schlagworte zum Thema:  Zahnarzt, Prophylaxe

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