16.03.2015 | Patientenrechtegesetz

Wann liegt ein Behandlungsfehler vor?

Bei Behandlungsfehlern unterstützten die Krankenkassen
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Behandlungsfehler werden auch durch das Patientenrechtegesetz nicht vermieden. Aber es regelt die Rechte der Opfer. Nach Schätzung des Bundesgesundheitsministeriums kommt es jährlich zu 40.000 bis 170.000 Behandlungsfehlern. Die genaue Anzahl der Geschädigten ist jedoch unklar.

Das im Februar 2013 in Kraft getretene Patientenrechtegesetz soll in solchen Fällen für mehr Transparenz sorgen. Wenn ein Patient konkret nach einem Behandlungsfehler fragt, ist der Behandelnde zur wahrheitsgemäßen Auskunft verpflichtet.

Definition des Behandlungsfehlers

Unter einem Behandlungsfehler ist laut Ministerium «eine nicht ordnungsgemäße, das heißt nicht den zum Zeitpunkt der Behandlung bestehenden allgemein anerkannten medizinischen Standards entsprechende Behandlung durch einen Arzt oder eine Ärztin oder auch einen Angehörigen anderer Heilberufe zu verstehen».

Der Fehler kann rein medizinischer Natur sein. Er kann sich aber auch auf organisatorische Abläufe beziehen oder auf das Konto nachgeordneter Personen gehen. «Auch die fehlende oder unrichtige, unverständliche oder unvollständige Aufklärung über medizinische Eingriffe und ihre Risiken und Folgen stellt eine Verletzung von Pflichten aus dem Behandlungsvertrag dar.»

Hilfe bei Behandlungsfehlern

Wichtige Ansprechpartner sind bei Behandlungsfehlern sind die Krankenkassen. Gesetzliche Kranken- und Pflegekassen müssen ihre Versicherten bei Verdacht auf einen Behandlungsfehler unterstützen.

Tipp: Beratung erhält man auch bei Verbraucherzentralen, Selbsthilfegruppen oder Patientenberatungsstellen. Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland hat unter der Rufnummer 0800-0117722 ein kostenloses Beratungstelefon eingerichtet.

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Schlagworte zum Thema:  Krankheit, Behandlungsfehler, Patientenrechtegesetz, Ärztliche Behandlung

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