| Werte in der Sozialversicherung

Leistungsrecht: Sozialversicherungswerte 2017 stehen fest

Die Werte der Sozialversicherung 2017 im Leistungsrecht stehen fest.
Bild: Haufe Online Redaktion

Der Bundesrat hat am 25.11.2016 der Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2017 zugestimmt. Welche Sozialversicherungswerte im kommenden Jahr im Leistungsrecht zu berücksichtigen sind, erfahren Sie hier.

Ab 1.1.2017 erhöhen sich die maßgeblichen Werte der Sozialversicherung. Die im Leistungsrecht wichtige Bezugsgröße beträgt 2.975 Euro monatlich.

Abschläge für Familienangehörige bei der Belastungsgrenze steigen

Die für die Krankenversicherung bundesweit gültige Bezugsgröße West steigt im Jahr 2017 auf 2.975 Euro monatlich bzw. 35.700 Euro jährlich. Die höhere Bezugsgröße wirkt sich auf die Belastungsgrenze und so auf die Befreiung von den Zuzahlungen (§ 61 SGB V) aus. Die Belastungsgrenze wird ermittelt, in dem die Zuzahlungen und die Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt der mit dem Versicherten im gemeinsamen Haushalt lebenden Angehörigen, des Ehepartners oder des Lebenspartners jeweils aufaddiert werden. Bei den jährlichen Bruttoeinnahmen für den ersten im gemeinsamen Haushalt lebenden Angehörigen sind 5.355 Euro und für jeden weiteren in dem gemeinsamen Haushalt lebenden Angehörigen und Lebenspartner 3.570 Euro absetzbar.

Gesamteinkommen für die Familienversicherung

Die beitragsfreie Familienversicherung kann unter anderem nur durchgeführt werden, wenn der Ehegatte, Lebenspartner oder das Kind regelmäßig höchstens über ein Gesamteinkommen (§ 16 SGB IV) von monatlich 1/7 der Bezugsgröße verfügt. Diese Einkommensgrenze steigt im Jahr 2017 bundeseinheitlich auf 425 Euro monatlich an.

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Höherer Auszahlungsbetrag beim Krankengeld

Das Regelentgelt ist maßgebend für die Berechnung des Krankengeldes. Das kalendertägliche Regelentgelt wird aus dem regelmäßig erzielten Entgelt bzw. dem Arbeitseinkommen des Versicherten errechnet. Die bei der Krankengeldberechnung zu beachtenden Höchstgrenzen erhöhen sich im Jahr 2017, da sie von der Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung abhängig sind. Das kalendertägliche Höchstregelentgelt (§ 47 Abs. 6 SGB V) beträgt im gesamten Bundesgebiet 145 Euro. Das Krankengeld darf höchstens 70 Prozent des Regelentgelts betragen. Daher liegt der tägliche Krankengeldhöchstbetrag bei bundeseinheitlich 101,50 Euro.

Ermittlung der Rechengrößen in der Sozialversicherung

Entscheidend für die Herleitung der Rechengrößen der Sozialversicherung für das Jahr 2017 ist die Entwicklung der Bruttolöhne und -gehälter im Jahr 2015. Die Veränderungsrate beträgt gegenüber dem Jahr 2014 in den alten Bundesländern 2,46 Prozent und in den neuen Bundesländern 3,91 Prozent. Entsprechend wurden die Rechengrößen in Ost und West angehoben.

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Schlagworte zum Thema:  Sozialversicherungswerte 2017, Leistungsrecht

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