23.01.2015 | Behandlung per Computer und Webcam

Telemedizin gegen Ärztemangel?

Ist Telemedizin ein Mittel gegen Ärztemangel?
Bild: Project Photos GmbH & Co. KG

Die Telemedizin bietet einen Ansatz gegen Ärztemangel auf dem Land, so die Auffassung der Vorsitzenden der Gesundheitsministerkonferenz, Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD). Die Telemedizin wird aber kein Patentrezept sein, um dem demografischen Wandel zu begegnen.

Die Telemedizin werde helfen können «ärztliche Versorgung weitestgehend sicherzustellen» sagte die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin. Patienten brauchen zum Beispiel für das Blutdruckmessen nicht mehr zum Arzt zu gehen.

Telemedizin fördert E-Health

Bei der Telemedizin schalten sich Patient und Mediziner per Computer und Webcam zusammen. Auch medizinische Daten können übertragen werden. «Wir wollen E-Health fördern», sagte Bätzing-Lichtenthäler. Ziel von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) sei es, dass ein Gesetz zur Behandlung mit Hilfe elektronischen Datenaustauschs (E-Health) 2016 in Kraft trete.

Am 16.1.2015 hatte der Verwaltungsrat des GKV-Spitzenverbandes eine Erklärung zur Thematik elektronische Gesundheitskarte (eGK) und Telematikinfrastruktur verabschiedet (News v. 19.1.2015).

Trotz Telemedizin mehr Haus- und und Fachärzte

«Es gibt Widerstände aufseiten der Ärzte und der Kassen, aber das Gesetz bietet riesige Chancen», sagte die Ministerin. Ich will bei den Kollegen der anderen Länder dafür werben.» Und weiter: «Das bedeutet nicht, dass wir nachlassen, mehr Hausärzte oder Fachärzte auf das Land zu bekommen, aber es kann eine Unterstützung sein.»

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