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SPD will Rente mit 67 aussetzen

SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles hat einen Gesetzentwurf angekündigt, wonach die Anhebung des Renteneintrittsalters ausgesetzt wird.

Die Aussetzung soll solange gelten, "bis es genügend Arbeitsplätze auch für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gibt", sagte Nahles am 4.1.2012.

"Wenn Horst Seehofer es mit seiner Kritik an der Rente mit 67 ernst meint, muss er seinen Worten Taten folgen lassen", sagte Nahles. Die CSU müsse im Bundestag für eine Gesetzesänderung stimmen. Nahles betonte, ein Einstieg in die Anhebung des Renteneintrittsalters sei nur dann möglich, "wenn die rentennahen Jahrgänge, also die 60- bis 64-jährigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, mindestens zu 50 % sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind".

Seehofer löst Koalitionsstreit aus

Der CSU-Chef Horst Seehofer hatte mit einem Interview am Neujahrswochenende für Streit in der Koalition gesorgt. Er mahnte an, dass sich die Beschäftigungsmöglichkeiten für Arbeitnehmer über 50 spürbar verbessern müssten. "Sonst wird die Verlängerung der Lebensarbeitszeit zur faktischen Rentenkürzung." CDU und FDP wollen aber am neuen Rentenmodell festhalten, das mit Jahresbeginn gestartet ist. Mit ihm wird die Rente mit 67 bis zum Jahr 2029 schrittweise eingeführt.

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