| Freistellung für die Pflege

SPD plant bezahlte Pflege-Auszeit für Freunde

Bild: Haufe Online Redaktion

Der Freistellungsanspruch für Pflegende soll stärker ausgeweitet werden, als bisher geplant. Die SPD setzt sich dafür ein, dass die vorgesehene bezahlte zehntägige Auszeit vom Beruf nicht nur von Ehepartnern und Kindern beansprucht werden kann.

Auch weiter entfernte Verwandte oder Freunde sollen für die Pflege bezahlt vom Beruf freigestellt werden können. Soweit der Pflegebedürftige Verwandte oder Freunde in einer Betreuungsvollmacht oder Patientenverfügung dafür namentlich benannt habe «Sollten alle unterstützt werden, die bereit sind, füreinander Verantwortung zu übernehmen», sagte die Vizefraktionsvorsitzende Carola Reimann. Das betreffe z. B. auch Freunde und Nachbarn.

Stabile Netzwerke in der Pflege

Hier wird auch dem Umstand Rechnung getragen, dass auch immer mehr Pflegebedürftige ohne Kinder seien. «In Zeiten, in denen von der junge Generation verlangt wird, für einen Job überall hinzugehen, spielen bei der Pflege stabile Netzwerke am Wohnort der Eltern eine immer wichtigere Rolle», argumentierte die SPD-Politikerin.

Anspruch auf unbezahlte Freistellung für die Pflege

Die zehntägige bezahlte Auszeit vom Beruf ist in der ersten Stufe der Pflegereform geplant und soll am 1.1.2015 in Kraft treten. Die große Koalition erwägt Reimann zufolge darüber hinaus einen Rechtsanspruch auf eine unbezahlte Freistellung, wenn Angehörige im Sterben liegen. Details seien aber noch ungeklärt.

Schlagworte zum Thema:  Pflege, Familiäre Pflege, Pfleger, Pflegezeit, Patientenverfügung

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