| Sozialversicherungswerte

Voraussichtliche SV-Werte 2013 - jetzt für's Leistungsrecht

Vorläufige SV-Werte 2013 im Leistungsrecht
Bild: Haufe Online Redaktion

Der Entwurf der Rechengrößen-Verordnung für 2013 liegt vor. Auch im Leistungsrecht kommt es zu einer Erhöhung der maßgeblichen Sozialversicherungswerte.

Anders als im Versicherungs- bzw. Beitragsrecht leiten sich die Rechengrößen für die Leistungen in der gesetzlichen Krankenversicherung überwiegend von der Bezugsgröße oder der Beitragsbemessungsgrenze ab. Das hat den Vorteil, dass fast alle Rechengrößen im Leistungsrecht für Ost und West übereinstimmen.

Der Entwurf für die neue Rechengrößen-Verordnung 2013 soll im Oktober vom Bundeskabinett verabschiedet werden.

Abschläge bei der Belastungsgrenze

Die für die Krankenversicherung bundesweit gültige Bezugsgröße West steigt 2013 auf 2.695 EUR monatlich bzw. 32.340 EUR jährlich an (bisher 2.625 EUR monatlich bzw. 31.500 EUR jährlich). Das wirkt sich u. a. auf die Belastungsgrenze aus (§ 62 SGB V), die für die Befreiung von den Zuzahlungen (§ 61 SGB V) gilt. Bei der Festsetzung der Belastungsgrenzen werden die Zuzahlungen und die Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt der mit dem Versicherten im gemeinsamen Haushalt lebenden Angehörigen und des Lebenspartners jeweils zusammengerechnet. Dabei sind 2013 Abschläge bei den jährlichen Bruttoeinnahmen für den ersten in dem gemeinsamen Haushalt lebenden Angehörigen in Höhe von 4.851 EUR und für jeden weiteren in dem gemeinsamen Haushalt lebenden Angehörigen und Lebenspartner um 3.234 EUR zu vermindern.

Einkommensgrenze für die Familienversicherung

Eine maßgebliche Voraussetzung für die Durchführung der beitragsfreien Familienversicherung ist, dass der Ehegatte, Lebenspartner oder das Kind regelmäßig höchstens über ein Gesamteinkommen (§ 16 SGB IV) in Höhe von monatlich 1/7 der Bezugsgröße verfügt. Diese Einkommensgrenze steigt 2013 auf monatlich 385 EUR an (2012 = 375 EUR). 

Auswirkungen beim Krankengeld

Bei der Berechnung des Krankengelds ist das Regelentgelt maßgebend. Dieser kalendertägliche Wert errechnet sich aus dem regelmäßig erzielten Arbeitsentgelt bzw. dem Arbeitseinkommen des Mitglieds. Die dabei zu beachtenden Höchstgrenzen erhöhen sich 2013, da sie von der Beitragsbemessungsgrenze (BBG) in der Krankenversicherung abhängig sind. Die BBG in der Krankenversicherung wird von derzeit monatlich 3.825 EUR auf 3.937,50 EUR im Jahr 2013 ansteigen. Das kalendertägliche Höchstregelentgelt (§ 47 Abs. 6 SGB V) beträgt 2013 somit 131,25 EUR. Da das Krankengeld höchstens 70 % des Regelentgelts beträgt, beläuft sich der Krankengeldhöchstbetrag für 2013 auf täglich 91,88 EUR.

Wirkung auf laufende Zahlfälle

Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass das Regelentgelt in Bestandsfällen für die Dauer des Leistungsanspruchs auch durch die Änderung der Beitragsbemessungsgrenze unverändert bleibt. Die Bemessungsgrundlage für die Berechnung der Beiträge vom  Krankengeld  ist allerdings an veränderte Beitragsbemessungsgrenzen anzupassen.

Haufe Download-Service: Vorläufige SV-Werte Leistungsrecht 2013

Laden Sie sich hier kostenlos die Tabelle (pdf-Datei) mit der Übersicht der wichtigsten vorläufigen SV-Werte 2013 für das Leistungsrecht auf Ihren Rechner.

Schlagworte zum Thema:  Sozialversicherungswerte, Familienversicherung, Krankengeld, Bezugsgröße

Aktuell

Meistgelesen