| Grundsicherung im Alter

Weniger Rente für Frauen im Westen

Westdeutsche Rentnerinnen erhalten oft kleine Renten
Bild: MEV-Verlag, Germany

Die Zahl der Alten nimmt zu und so auch die Zahl derer, die "kein Auskommen mit dem eigenem Einkommen" haben. Westdeutsche Rentnerinnen haben oft niedrigere Renten, als Ostdeutsche. Sie haben infolgedessen Anspruch auf "Grundsicherung im Alter" und beziehen Sozialhilfe.

"Grundsicherung im Alter" bedeutet Sozialhilfe auf dem Niveau von Hartz IV. Und es hat seine Gründe, warum westdeutsche ältere Frauen davon in stärkerem Maße betroffen sind, als ostdeutsche.

 

Sozialhilfebezug westdeutscher Frauen

Dass vor allem ältere Frauen in Westdeutschland zunehmend auf staatliche Unterstützung angewiesen sind, hat mehrere Gründe: Sie sind - anders als die große Mehrzahl ihrer Altersgenossinnen im Osten - entweder gar nicht oder nur zeitweise einer Erwerbstätigkeit nachgegangen. Und wenn, dann vielfach nur als gering bezahlte Minijobberinnen. Das hat natürlich Auswirkungen auf die Rente. Denn es gilt: Wer wenig verdient, zahlt wenig ein und hat am Ende nur eine Minirente.

Niedrige Renten im Westen

Ein Blick in die Statistiken der Rentenversicherung zeigt, dass 2012 im Westen 61,4 % der Ruheständlerinnen eine Rente von weniger als 700 EUR bekamen. Im Osten lag der Vergleichswert mit 27,6 % deutlich niedriger. Zieht man die Grenze bei 750 EUR Rente, sind es im Westen 75,6 %, im Osten 58,4 %.

Aufbesserung der gesetzlichen Rente

Auch wenn die gesetzliche Rente noch durch Zusatzeinkünfte wie Betriebsrente, Mieteinnahmen oder Kapitaleinkünfte aufgebessert wird, zeigt sich bei Betrachtung des Nettoeinkommens von Seniorinnen ein ähnliches Bild: 15 % im Westen müssen mit weniger als 750 EUR im Monat auskommen. Im Osten sind es "nur" 9 %.

Schlagworte zum Thema:  Sozialhilfe, Rente, Hartz IV

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