31.01.2013 | Renteneintritt

Trend: Trotz Einbußen früher in Rente

Trotz finanziellen Einbußen gehen viele vorzeitig in Rente.
Bild: MEV-Verlag, Germany

In Deutschland gingen 2011 so viele Menschen vorzeitig in Rente wie nie zuvor. Und das obwohl damit finanzielle Einbußen verbunden sind. Dagegen bleiben Lehrer aktuell länger im Dienst.

Im Jahr bezogen 2011 knapp 700.000 Menschen erstmalig Altersrente. Knapp die Hälfte von ihnen, fast 337 000, bekam nicht ihr volles Ruhegeld ausgezahlt. Das berichtet eine Zeitung am 31.1.2013 und beruft sich dabei auf Zahlen der Deutschen Rentenversicherung.

Warum Einbußen?

Der Grund: Die betroffenen Rentner haben nicht bis zur Regelaltersgrenze von (damals) 65 Jahren gearbeitet. Der Anteil der Rentner mit einem frühzeitigen Renteneintritt lag bei 48,2 % von allen neu hinzu gekommenen Altersrentnern. 2010 waren es 47,5 % gewesen, 2005 sogar nur 41,2 %.

Besonders betroffen sind dem Bericht zufolge zum Beispiel Krankenpfleger, Erzieher oder Arbeitnehmer im Dienstleistungssektor.

Gegenteiliger Trend bei verbeamteten Lehrern

In Deutschland werden immer weniger Lehrer wegen Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt. Von den 20.900 verbeamteten Lehrern, die 2011 pensioniert wurden, waren es gerade mal 4.000. Das sind 19 % - der niedrigste Wert seit Beginn der statistischen Erfassung im Jahr 1993, wie das Statistische Bundesamt am 31.1.2013 in Wiesbaden mitteilte. Bis 2001 war mehr als jede 2. Lehrkraft wegen Dienstunfähigkeit pensioniert worden. Möglicher Grund für den Rückgang: Die Einführung von Versorgungsabschlägen bei vorzeitiger Pensionierung.

Schlagworte zum Thema:  Renteneintritt, Deutsche Rentenversicherung, Altersrente, Pensionierung

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