21.03.2014 | Rentenanpassung

Rentenerhöhung zum 1.7. im Osten und Westen Deutschlands

Rentenanpassung zum 1.7.2014: Plus 1,7 % und 2,5.
Bild: Thomas Siepmann ⁄

Zur Jahresmitte erhalten Rentner mehr Geld. Im Osten steigen die Renten auch in 2014 stärker als im Westen. Der Osten holt damit bei der Rente erneut auf, hinkt aber dem Westen doch noch hinterher.

Die gut 20,5 Mio. Rentner bekommen vom 1. Juli an mehr Geld. Allerdings fällt die Erhöhung in Ost und West erneut unterschiedlich aus: Im Osten Deutschlands steigen die Renten um genau 2,53 %, im Westen um 1,67 %. Das gab das Bundesarbeitsministerium bekannt.

Rentenaufschlag im Osten und Westen

Das führt bei einer Monatsrente von 800 EUR zu einem Aufschlag von brutto 20,24 EUR im Osten und von 13,36 EUR im Westen. Die Inflation lag 2013 bei 1,5 %, im Februar zuletzt bei 1,2 %.

Unterschiedliches Rentenrecht bereits im vergangenen Jahr

Im vergangenen Jahr hatten Rentner im Osten 3,29 % mehr bekommen, im Westen 0,25 %. Schon 2012 waren die Rentenerhöhung im Osten höher als im Westen ausgefallen, allerdings nur geringfügig (s. News v. 21.3.2013).

Gründe für die höhere Rentenanpassung im Osten

Für die höhere Rentenanpassung in den neuen Ländern gibt es laut Ministerium 2 Gründe: Einmal fiel die dafür maßgebliche Lohnentwicklung im Osten mit 1,78 % höher aus als im Westen mit 1,38 %. 1-EUR-Jobs bleiben dabei unberücksichtigt.

Zum anderen werden im Westen nicht vorgenommene Rentenkürzungen letztmalig durch einen Abschlag vom Rentenplus in der Größenordnung von knapp 0,5 Prozentpunkten ausgeglichen. Im Osten Deutschlands war dieser Prozess bereits abgeschlossen. Das Rentenniveau im Osten steigt damit von 91,5 auf 92,2 % des Westwertes.

Stärke unseres Rentensystems: Die Renten folgen den Löhnen

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) sprach von einer guten Nachricht für die über 20 Mio. Ruheständler. «Die Renten folgen den Löhnen - das hat sich über Jahrzehnte bewährt und ist eine Stärke unseres Rentensystems», sagte sie. Die Anhebung im Westen falle geringer aus, «weil wir Wort halten und die Lasten der Rentengarantie während der schweren Wirtschaftskrise nicht der jungen Generation aufbürden, sondern die Kosten letztmals mit der Rentensteigerung verrechnen».

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