| Rentenanpassung

Rente könnte um 20 Euro steigen

Rentner können auf eine erhöhte Rente hoffen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Rentner können auf mehr Geld hoffen. Dank guter Konjunktur und hoher Löhne könnte die Rente um bis zu 2 Prozent erhöht werden. Dies wären rund 20 Euro mehr Rente im Monat.

Die gut 20 Millionen Rentner können kommendes Jahr auf höhere Renten und somit etwas mehr Kaufkraft hoffen. Die Rentenerhöhung kann nach vorläufigen Zahlen ein bis zwei Prozent betragen und somit über der Inflationsrate liegen. Das gab die Deutsche Rentenversicherung Bund am 11.11.2014 in Würzburg bekannt. Ursprünglich war aber deutlich mehr erwartet worden. Sozialverbände kritisierten das Rentenplus als zu gering.

Rentner könnten mehr als 20 Euro im Monat bekomemn

Im Osten dürfte die Rentenanpassung aufgrund der günstigeren Lohnentwicklung etwas höher ausfallen als im Westen, kündigte der Präsident der Rentenversicherung, Axel Reimann, an. Hauptursachen für die Erhöhung sind die bislang gute Konjunktur und die hohen Löhne.
Sicherheit gebe es aber noch nicht. «Erst im Frühjahr kommenden Jahres werden die zur Anpassung relevanten Daten vorliegen», sagte die Vorsitzende der Rentenversicherung, Annelie Buntenbach, die dort die Gewerkschaftsseite vertritt. Die neuerliche Erhöhung könnte bei Durchschnittsrentnern mehr als 20 Euro im Monat bringen.

Senkung des Renten-Beitragssatzes bringt Entlastung von 35 Euro
Der Beitragssatz soll Anfang 2015 von 18,9 auf 18,7 Prozent vom Einkommen sinken (s. News v. 07.11.2014). Die Senkung um 0,2 Punkte bringt eine Entlastung um rund zwei Milliarden Euro, die sich gleich auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer verteilt. Für einen Durchschnittsverdiener ist das eine Entlastung um 35 Euro pro Jahr.
Nach den bisherigen Schätzungen dürfte der Beitragssatz dann bis 2018 stabil bleiben. 2019 dürfte er auf 19,1 Prozent angehoben werden müssen. Gründe sind laut Buntenbach der zuvor niedrige Beitragssatz und die «Fehlfinanzierung» der Mütterrente großteils nicht aus Steuer-, sondern aus Beitragsmitteln.

Renten-Beitragssatz muss laut jüngster Finanz-Schätzung gesenkt werden

Laut jüngster Finanz-Schätzung dürfte die Rentenkasse 2014 einen Überschuss von 1,8 Milliarden Euro erzielen. Die Reserve - die Nachhaltigkeitsrücklage - wächst laut Buntenbach voraussichtlich um 1,5 auf 33,5 Milliarden Euro. Das entspricht gut 1,8 Monatsausgaben. Ab 1,5 Monatsausgaben muss der Beitragssatz gesenkt werden, außer der Gesetzgeber beschließt es anders.
Die Beitragseinnahmen sollen 2014 um 7 auf 200,6 Milliarden Euro steigen. Der Bund steuert rund 61,3 Milliarden Euro bei. Die Ausgaben dürften 261,4 Milliarden Euro betragen.
Die Möglichkeit, bereits mit 63 statt mit 65 Jahre in Rente zu gehen, erfreue sich großer Beliebtheit. Bis Oktober seien 163 000 Anträge eingegangen. Die Kosten der abschlagsfreien Rente werden von den Schätzern für 2014 auf 1,5 Milliarden Euro taxiert.

Schlagworte zum Thema:  Rente, Rentenanpassung, Beitragssatz

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