| Rentenanpassung

Renten steigen im Juli in Ost und West

Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Der Rentenversicherungsbericht ist gebilligt; bleibt nur noch, die genauen Daten der Lohnentwicklung 2013 abzuwarten. Eine Rentenanpassung von über 2 % scheint aber so gut wie sicher. Ist aber der Plan der CDU richtig, die Mütterrente aus der Rentenkasse zu finanzieren?

Die rund 20 Mio. Rentner können ab Juli 2014 mit gut 2% mehr Geld rechnen - und zwar im Westen wie im Osten. Die Bundesregierung billigte am 20.11.2013 den jährlichen Rentenversicherungsbericht. Die exakte Höhe wird allerdings erst im Frühjahr feststehen, wenn die genauen Daten über die Lohnentwicklung im Jahr 2013 vorliegen.

Rücklagen in Höhe von 31 Mrd. EUR

Durch die positive wirtschaftliche Entwicklung ist laut Bericht Ende des Jahres mit einer Rücklage bei der Rentenversicherung von 31 Mrd. EUR zu rechnen. Der DGB kritisierte die Absicht der Union, die bei den Koalitionsverhandlungen angestrebte Mütterrente wie die bessere Altersversorgung von Geringverdienern allein aus der Rentenkasse zu finanzieren - und nicht mit zusätzlichen Steuergeldern.

"Kuddelmuddel" und "Show-Politik"

DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach sprach von einem "Finanzierungs-Kuddelmuddel" und von "Show-Politik". Die jetzt vorhandenen Beitragsrücklagen würden für eine nachhaltige Stabilisierung der Rentenversicherung benötigt.

Kaufkraftverlust von 12 bzw. 8 %

Nach Aussage des Sozialverbands Deutschland haben die Rentner im Westen seit 2004 durch Nullrunden und geringe Anpassungen einen Kaufkraftverlust von knapp 12 % hinnehmen müssen. Im Osten seien dies im gleichen Zeitraum 8 % gewesen. "Minianpassungen, Inflation und steigende Beitragsbelastungen in der Krankenversicherung lassen den Rentnern immer weniger im Geldbeutel. Hier muss die neue Bundesregierung gegensteuern", sagte Sozialverbands-Präsident Adolf Bauer.

Rentenanstieg gleicht Inflationsrate aus

2013 waren die Renten im Westen nur um 0,25 % erhöht worden, im Osten um 3,29 %. Anders als in vergangenen Jahren dürfte 2014 der Anstieg der Altersbezüge auch im Westen über der aktuellen Inflationsrate liegen. Nach Schätzungen kann ein Durchschnittsrentner im Westen mit einem Plus von etwa 24 EUR monatlich rechnen, im Osten etwa 30 EUR.

Schlagworte zum Thema:  Rentenanpassung, Gesetzliche Rentenversicherung

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