21.03.2013 | Rentenanpassung

Erhöhung der Rente zum 1.7. - Steinbrück will Anpassung Ost/West

Rentenanpassung zum 1.7.2013
Bild: Haufe Online Redaktion

Zum 1.7.2013 gibt es für die Rentner im Westen Deutschlands bescheidene 0,25 % mehr Geld - im Osten sind es 3,29 %, also 13mal so viel. Trotzdem stehen die Rentner im Westen finanziell immer noch deutlich besser da. Das will SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück ändern.

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück macht sich für eine Angleichung der Renten in Ost- und Westdeutschland stark. Zwei Jahrzehnte nach der Einheit sei es nicht mehr hinnehmbar, dass die Rentner im Osten noch immer einen deutlichen Rückstand aufholen müssten. «Auch mit der deutlichen Erhöhung in diesem Jahr sind sie erst bei gut 90 %», sagte der Kanzlerkandidat. «Es ist fällig, dass in West und Ost endlich gleiche Renten gezahlt werden. Deswegen wird eine Bundesregierung unter meiner Führung die Angleichung der Renten herbeiführen.»

FDP auch für gleiches Rentenrecht

Die FDP dringt auf ein einheitliches Rentenrecht in West- und Ostdeutschland. Der Vize-Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Heinrich Kolb, sagte: «Hätten wir bereits ein einheitliches Rentenrecht, würden die Bezüge im Juli nicht unterschiedlich stark steigen.» Die Koalition habe im Koalitionsvertrag eine entsprechende Änderung vereinbart. «Leider ist das Vorhaben bisher am Widerstand der Ost-Ministerpräsidenten gescheitert», bedauerte Kolb. Diese müssten ihren Widerstand aufgeben.

Rentenberechnung ggf. ändern

Ulrike Mascher, die Präsidentin des Sozialverbands VdK, sprach sich ebenfalls für ein einheitliches Rentenrecht in Ost und West aus. Zur stark unterschiedlich ausfallenden Rentenerhöhung in diesem Jahr sagte sie: «Ich gönne den deutlichen Anstieg im Osten jedem einzelnen Rentner. Aber wenn es im Westen nahezu eine Nullrunde gibt, im Osten mehr als 3 %, ist das schwer vermittelbar. Für die Westrentner ist das herb.» Mascher erneuerte die Forderung, die Rentenberechnung zu ändern. Die Dämpfungsfaktoren müssten wegfallen. «Die Renten sollten exakt der Lohnentwicklung in Ost und West folgen.»

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