25.01.2012 | Leistungen Sozialversicherung

Reformforderungen nach Implantat-Skandal

Im Skandal um gefährliche Brustimplantate werden bei den Krankenkassen und der Opposition im Bundestag Reformforderungen lauter.

Das Medizinproduktegesetz müsse dringend weiterentwickelt werden, forderte der Verbandsvorsitzende des Verbands der Ersatzkassen vdek, Christian Zahn, am 24.1.2012 in Berlin. Der Vertreter von BARMER GEK, DAK, TK und anderer sagte: "Was fehlt sind klinische Studien zur Zweckmäßigkeit und zum therapeutischen Nutzen dieser Produkte." Er befürwortete ein bundesweites Register solcher Produkte.

Bundestag soll sich des Themas annehmen

Die Linke warf der Bundesregierung "Hinterzimmerpolitik" vor. Betroffene Frauen hätten keine Klarheit über die Finanzierung von Folgebehandlungen und Entschädigungen. Die Linke-Gesundheitsexpertin Kathrin Vogler kündigte einen Antrag für eine öffentliche Befassung des Bundestags an. "Es ist dringend nötig (...), über die Sicherheit von Medizinprodukten mit allen Beteiligten zu reden und Fragen der Zulassung, Kontrolle und Haftung gezielt anzugehen."

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