15.01.2014 | Qualitätsinstitut für Gesundheit

Mehr Qualität im Gesundheitswesen

Neu: Qualitätsinstitut für Gesundheit prüft Behandlungsqualität
Bild: Haufe Online Redaktion

Laut Koalitionsvertrag soll die Qualität im Gesundheitswesen gesteigert werden. Die Qualität von Ärzten und Krankenhäusern soll messbar und für Patienten vergleichbar sein. Erster Schritt: die Gründung eines neuen Qualitätsinstituts für Gesundheit.

Hermann Gröhe (CDU) versprach bei seinem ersten Auftritt als Bundesgesundheitsminister, dass Patienten in Deutschland künftig stärker auf die Qualität in Praxen und Kliniken vertrauen können. Als Qualitätsmaßstab soll der Behandlungserfolg stärker in den Fokus rücken. 

Neues Qualitätsinstitut für Gesundheit

Gröhe will dafür eine neue Institution, das Qualitätsinstitut für Gesundheit, gründen. "Wir wollen die Qualität im Gesundheitswesen stärken und sichern und letztlich zum entscheidenden Kriterium für die ambulante und stationäre Versorgung in diesem Land machen", sagte Gröhe am  14.1.2013 in Berlin. Es sei deshalb wichtig, das neue Qualitätsinstitut rasch zu gründen. Die Pläne des Bundesgesundheitsministers Gröhe beziehen sich auf den Koalitionsvertrag von Union und SPD.

Qualitätsinstitut für Gesundheit wertet Patientendaten statistisch aus

Das neu zu gründende Qualitätsinstitut für Gesundheit soll sämtliche Patientendaten zu Erfolg oder Schwierigkeiten bei medizinischen Behandlungen auswerten.

Die Ergebnisse des Qualitätsinstitut für Gesundheit sollen mehrfach genutzt werden. Zum einen soll eine online einsehbare Vergleichsliste zu Behandlungserfolgen der Krankenhäuser geschaffen werden. Zum anderen sollen Krankenhäuser mittels Abschlägen bei der Finanzierung für schlechte Behandlungsqualität bestraft werden.

Zügige Umsetzung der Koalitionsvereinbarungen zur Gesundheit

Laut Gröhe werde man sich mit der Umsetzung der Koalitionsvereinbarung sputen. Er sicherte dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA), dem einflussreichsten Gremium der Selbstverwaltung von Akteuren im Gesundheitswesen, Rückhalt zu. 


Hintergrund: Im G-BA  entscheiden Vertreter der gesetzlichen Kassen, Ärzte und Kliniken u. a. über die Kassenleistungen für die 70 Mio. gesetzlich Versicherten. Der G-BA hat erhebliche Befugnisse, die zudem sind in den vergangenen Jahren stetig gewachsen sind. 


Der Chef des G-BA, Josef Hecken, sagte, es sei auch künftig zentral, dass das Gremium etwa neue Therapien genau auf ihren wirklichen Nutzen überprüfe. Der G-BA könne auch noch weitere Aufgaben übernehmen, bot er an - einige davon sind bereits im Koalitionsvertrag vorgesehen (s. News v. 30.12.2013).

Schlagworte zum Thema:  Koalitionsvertrag, Gemeinsamer Bundesausschuss, Qualitätssicherung

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