27.04.2012 | Praxisgebühr

Praxisgebühr: Abschaffen oder nicht?

In Diskussion: Soll die Praxisgebühr bleiben oder nicht?
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die Union lehnt eine von FDP und Opposition geforderte Abschaffung der Praxisgebühr weiter ab.

"Wir bleiben da hart", sagte der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Jens Spahn, am 27.4.2012. "Eine Praxisgebühr abzuschaffen ist kurzfristig vielleicht ganz schön, aber langfristig nicht gut für die Finanzen der Krankenversicherungen." Die Überschüsse der Sozialkassen sollten besser zurückgelegt werden. "Diese Rücklage wollen wir für schlechte Zeiten behalten (...), damit wir in der Krise Rücklagen haben und nicht die Beiträge erhöhen."

Die Praxisgebühr - ein Wahlkampfthema?

Der FDP und der Opposition warf Spahn Wahlkampftaktik im Hinblick auf die anstehenden Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen vor. "Hier geht es am Ende nur um Wahlkampf, um Stimmungsmache und nicht um die Sache."

Funktionalität der Praxisgebühr ist fragwürdig

Das Modell der Praxisgebühr habe zwar Schwächen, müsse aber trotzdem bleiben. "Sie hat nicht ganz so funktioniert, wie sie sollte, aber sie hat einen Wert an sich, weil sie zeigt, Gesundheit ist nicht ganz umsonst."

Derzeit müssen gesetzlich Krankenversicherte 10 EUR pro Quartal zahlen, wenn sie zum Arzt gehen.

Schlagworte zum Thema:  Praxisgebühr, Gesetzliche Krankenversicherung

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