14.07.2015 | Gesundheitsförderung

Präventionsgesetz durch Bundesrat beschlossen

Auch Betriebsärzte dürfen jetzt Impfen
Bild: Haufe Online Redaktion

Am 10.7.2015 hat der Bundesrat mit dem „Präventionsgesetz“ Regeln zur Gesundheitsförderung beschlossen. Die Gesundheitsförderung soll direkt im Lebensumfeld der Versicherten gestärkt werden, etwa in der Kita, der Schule, am Arbeitsplatz und im Pflegeheim.

Das „Gesetzt für mehr Gesundheitsvorsorge und Impfschutz“ bezweckt eine verbesserte Gesundheitsvorsorge und mehr Impfschutz für die 70 Millionen Krankenversicherten. Das Präventionsgesetz nahm damit die letzte Hürde.

Mehrkosten durch das Präventionsgesetz

Insgesamt sollen die gesetzlichen Krankenkassen vom kommenden Jahr an 7 Euro statt bislang 3,09 Euro pro Versichertem und Jahr für Gesundheitsförderung ausgeben. Die jährlichen Mehrkosten zulasten der Kranken- und Pflegekassen werden auf mehr als 300 Millionen Euro veranschlagt.

Präventionsgesetz regelt Impfungen

Alle Ärzte, auch Betriebsärzte, können nun Patienten impfen und dies mit der Krankenkasse abrechnen. Ein Patient darf nicht abgewiesen werden, wenn er eine nötige Schutzimpfung wünscht. Vor dem Kita-Eintritt eines Kindes muss eine ärztliche Impfberatung nachgewiesen werden. Bei jeder Gesundheitsuntersuchung von Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen soll es eine Impfberatung geben und nötigenfalls auch eine Impfung. Bis zum 18. Lebensjahr erhalten Jugendliche eine zusätzliche Gesundheitsuntersuchung.
Wichtig: Behörden wie Gesundheitsämter können ungeimpfte Kinder und Erwachsene künftig beim Auftreten von Masern zudem vom Besuch von Gemeinschaftseinrichtungen vorübergehend ausschließen.

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Schlagworte zum Thema:  Prävention, Gesundheitsvorsorge, Impfung, Vorsorge

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