14.12.2012 | Prävention

Koalition einigt sich auf Präventionsstrategie

Mit neuer Strategie für mehr Gesundheitsvorsorge.
Bild: MEV-Verlag, Germany

Eine neue Strategie zur Gesundheitsvorsorge soll mehr Menschen zu einem gesünderen Leben bewegen.

Die Koalition einigt sich auf die Eckpunkte einer seit langem angekündigten Präventionsstrategie für mehr Gesundheitsvorsorge in Deutschland. Schwerpunkte sind eine Stärkung der betrieblichen Gesundheitsvorsorge und neue Ansätze für soziale Brennpunkte. Das teilte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums der dpa am 13.12.2012 auf Anfrage mit. Die gesetzlichen Änderungen sollen im Jahr 2013 angegangen werden.

Ziel: Arbeitgeber und Kassen in die Pflicht nehmen

Bereits vor über 2 Jahren hatte der damalige Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) eine neue Präventionsstrategie angekündigt. Dies wurde von seinem Nachfolger Daniel Bahr (FDP) bekräftigt. Die frühere Ressortchefin Ulla Schmidt (SPD) war mit dem Vorhaben eines Präventionsgesetzes gescheitert.

Bahr hatte angekündigt, Arbeitgeber und Krankenkassen für eine bessere Gesundheitsprävention in die Pflicht nehmen zu wollen. Bahr will dafür sorgen, dass die Krankenkassen mehr für wirksame Maßnahmen ausgeben.

Gesundheitsvorsorge ist eine Aufgabe aller

Zuletzt hatten die Ersatzkassen wie Barmer GEK, DAK und Techniker Krankenkasse von der Bundesregierung mehr Anstrengungen für gemeinsame Gesundheitsziele gefordert. Der Ersatzkassen-Verband vdek meinte, Prävention sei eine Aufgabe aller, von der Kommune bis zu den Sozialversicherungsträgern. Die Krankenkassen gäben bereits mehr als 270 Mio. EUR für Präventionsangebote aus. Dies seien zusammen mit den ärztlichen Vorsorgemaßnahmen, Impfschutz und Zahnprophylaxe 4 Mrd. EUR pro Jahr.

Schlagworte zum Thema:  Prävention, Gesundheitsvorsorge, Betriebliche Gesundheitsförderung

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