18.12.2012 | Pflegereform

Pflege-Bahr: Werbung kostet Millionen

BGM steckt 1,2 Mio. EUR in die Werbung für den Pflege-Bahr.
Bild: Haufe Online Redaktion

Das Bundesgesundheitsministerium lässt sich die Anfang 2013 startende Pflegereform einiges kosten: Über 1,2 Mio. EUR sind für Werbung veranschlagt.

Die Zahl von 1,2 Mio. EUR an Kosten für die Werbekampagne nannte eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) am 15.12.202 in Berlin. Sie berief sich auf eine Antwort des BMG auf eine parlamentarische Anfrage. Damit wurde ein kritischer Bericht der «Ärzte Zeitung» dementiert, in dem ein weit höheren Betrag genannt wurde.

Vorwurf: Zusatzkosten für eine schwache Reform

Die SPD-Politikerin Carola Reimann hatte in dem Blatt die Werbekosten kritisiert: «Mit viel Geld wird hier eine Reform betrommelt, die weder den Pflegebedürftigen noch deren Angehörigen substanzielle Verbesserungen bringt.» Mit dem Geld werde lediglich ein Markt für ein neues Versicherungsprodukt vorbereitet.

Der Pflege-Bahr soll bekannt gemacht werden

Ein Kernelement der Pflegereform ist der Pflege-Bahr. Mit diesem Zuschuss von 5 EUR monatlich fördert der Staat private Pflege-Zusatzversicherungen. Der monatliche Mindestbeitrag für die Versicherten beträgt 10 EUR.
In ihrer Antwort schreibt die Regierung außerdem, dass über den Etat sämtliche Kosten der Kampagne «Pflege - darum kümmern wir uns» gedeckt werden.

Schlagworte zum Thema:  Pflegereform, Pflege-Bahr, Pflegeversicherung

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