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Lohnersatz aus gesetzlicher Pflegeversicherung für Pflegeauszeit

Pflege-Leistungen sollen durch Pflegereform deutlich erhöht werden
Bild: Haufe Online Redaktion

Ab Januar 2015 sollen Arbeitnehmer, deren Angehörige einen Pflegeplatz benötigen und die sich deshalb eine Pflegeauszeit nehmen, mit Lohnersatz aus der gesetzlichen Pflegeversicherung unterstützt werden. Auch andere Leistungen sollen durch die Pflegereform verbessert werden.

Arbeitnehmer, die einen Pflegeplatz für Angehörige organisieren und deshalb eine Auszeit nehmen müssen, können ab Januar 2015 mit Lohnersatz aus der gesetzlichen Pflegeversicherung rechnen.

Bis zu 100 Millionen Euro pro Jahr für Pflegeauszeit

Wie der «Spiegel» unter Berufung auf ein internes Papier des Gesundheitsministeriums berichtet, sollen dafür bis zu 100 Millionen Euro jährlich bereitstehen.

Inhalte der Pflegereform

Beschäftigte dürfen schon heute für zehn Tage mit der Arbeit aussetzen, wenn ein Pflegenotfall eintritt. Künftig sollen sie jedoch eine Leistung erhalten, die sich an der Höhe des Kinderkrankengeldes orientiert und 70 Prozent des beitragspflichtigen Bruttolohnes ausmachen soll.

Mehr Geld für häusliche Betreuung, höhere Pflegesätze

Aus dem Papier zu den Reformplänen geht laut «Spiegel» hervor, dass Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) vom nächsten Jahr an insgesamt 1,4 Milliarden Euro zusätzlich für die häusliche Betreuung ausgeben will. Rund 440 Millionen Euro davon sollen demnach in höhere Pflegesätze fließen, die an die Preisentwicklung angepasst werden.

Erleichterung der Betreuung, Entlastung durch ambulante Dienste

Außerdem soll es künftig leichter möglich sein, Senioren in Kurzzeit-, Tages- oder Nachtpflege betreuen zu lassen (Kosten: 355 Millionen Euro) oder pflegende Angehörige durch ambulante Dienste zu entlasten (300 Millionen Euro). Steigen sollen auch die Zuschüsse für barrierefreies Wohnen (60 Millionen). In die stationäre Pflege in Heimen soll eine weitere Milliarde Euro zusätzlich fließen.

Finanzierung der Pflegereform durch höhere Beiträge

Finanziert werden soll all das durch höhere Beiträge zur gesetzlichen Pflegeversicherung. Derzeit sind rund 2,5 Millionen Menschen pflegebedürftig. Experten rechnen damit, dass es in 15 Jahren rund eine Million mehr sein werden: 3,4 Millionen.

Schlagworte zum Thema:  Pflege, Pflegereform, Pflegeversicherung, Betreuung, Pflegebedürftigkeit

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