02.08.2012 | Pflegeperson

Regierung will Assistenzpflege für Behinderte auch in Heimen

Assistenzpflege in Heimen
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Pflegebedürftige behinderte Bewohner in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen dürfen auf bessere Unterstützung hoffen. Sie sollen Anspruch auf sogenannte Assistenzpflege erhalten.

D. h., sie können von ihnen selbst angestellte Pflegekräfte beschäftigen - so wie es in Krankenhäusern bereits der Fall ist. Dies sieht ein Gesetzentwurf vor, den das Bundeskabinett am 1.8.2012 in Berlin billigte. Damit wird nach Darstellung des Bundesgesundheitsministeriums der besonderen Situation behinderter pflegebedürftiger Menschen Rechnung getragen, die neben der medizin-pflegerischen Versorgung weitere Hilfestellungen durch ihre Assistenzpflege benötigen.

Knüpft an Gesetz von 2009 an

Die Neuregelung knüpft an das Gesetz zur Regelung des Assistenzpflegebedarfs im Krankenhaus vom 30.7.2009 an. Danach können pflegebedürftige behinderte Menschen bei stationärer Behandlung im Krankenhaus ihre persönliche Assistenzpflegeperson mitnehmen. Für die Dauer der stationären Behandlung gibt es zudem weiter Pflegegeld sowie Hilfe zur Pflege durch die Sozialhilfe.

Für Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) ist der Gesetzentwurf «ein richtiger und konsequenter Schritt hin zur Verbesserung der Situation pflegebedürftiger behinderter Menschen, die auf eine kontinuierliche Pflege durch von ihnen im Arbeitgebermodell beschäftigte besondere Pflegekräfte angewiesen sind.»

Schlagworte zum Thema:  Pflegebedürftigkeit

Aktuell

Meistgelesen