15.08.2014 | Tipps für pflegende Angehörige

Pflegende sollten auf Auszeiten bestehen

Auszeiten sind wichtig für Pflegende.
Bild: Haufe Online Redaktion

Auszeiten für pflegende Angehörige sind wichtig. Sie geben einem die Kraft, sich weiter gut um die pflegebedürftige Person kümmern zu können. Auch wenn die Erkrankten Vorwürfe äußern, sollten sich pflegende Angehörige die Auszeiten nicht ausreden lassen.

Viele verlassen nur mit schlechtem Gewissen das Haus, wenn sie sich um einen bettlägerigen Angehörigen kümmern. Manchmal müssen sie sich sogar Vorwürfe des Erkrankten gefallen lassen. Trotzdem sollten sie nicht klein beigeben.

Auszeiten für Pflegende sind nicht verhandelbar

Das Recht auf Auszeiten sei nicht verhandelbar, erläutert Adelheid von Stösser, Leiterin eines Pflege-Selbsthilfeverbands. Pocht der Hilfebedürftige dennoch auf eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung, fragen Pflegende am besten nach den Gründen.
Vielleicht hat er Angst, hilflos einer Situation gegenüberzustehen. Dann können Pflegende anbieten, für den Notfall ein Handy mitzunehmen. Oder sie organisieren für die Zeit der Abwesenheit einen ehrenamtlichen Besuchsdienst. «Machen Sie deutlich, dass Sie sich am besten kümmern können, wenn Sie gut für sich sorgen», rät von Stösser.

Andere Familienmitglieder oder Pflegedienstmitarbeiter können unterstützen

Entlastend kann es auch sein, einen Dritten in die Situation einzubinden - etwa ein anderes Familienmitglied oder einen Pflegedienstmitarbeiter.

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Schlagworte zum Thema:  Pflege, Pflegedienst, Angehörige, Pflegebedürftigkeit, Auszeit

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