23.06.2014 | Patientenschutz

Führt Ärztestress zu Behandlungsfehlern?

Viele Patienten beschweren sich über Behandlungsfehler
Bild: Haufe Online Redaktion

Am 23.6.2014 legt die Bundesärztekammer eine aktuelle Statistik zu Behandlungsfehlern vor. Diese zeigt, wie viele Patienten sich im vergangenen Jahr an die Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen der Ärzteschaft wandten – und wie oft ein Behandlungsfehler bestätigt wurde.

Der Medizinische Dienst der Krankenkassen hat bereits seine Statistik vorgelegt: Er erstellte demnach im Vorjahr rund 14 600 Gutachten wegen Verdachts auf Fehler - gut 2000 mehr als 2012.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa geht aus der aktuellen Statistik der Ärztekammern hervor, dass sich dort im vergangenen Jahr rund 12 000 Patienten wegen vermuteter Behandlungsfehler beschwerten. Nach Angabe eines Nachrichtenmagazins wurden 8000 Fälle abgeschlossen, in rund 2200 Fällen bestätigte sich der Verdacht.

Leistungsdruck führt zu Behandlungsfehlern

Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer, führte die Fehlerquote auf wachsenden Stress der Mediziner zurück: «Seit Jahren steigt die Arbeitsintensität in deutschen Kliniken und Praxen», sagte er einem Nachrichtenmagazin. Lange Arbeitszeiten und ständiger Leistungsdruck erhöhten die Fehlerwahrscheinlichkeit. Daher sei es «bemerkenswert», dass die Zahl der registrierten Behandlungsfehler in den vergangenen Jahren weitgehend konstant geblieben sei.

Schlagworte zum Thema:  Behandlungsfehler, Arzt

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