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Organspende: Keine neuen Abrechnungsmöglichkeiten

Ein möglicher zusätzlicher Aufwand für Ärzte und Kliniken bei der geplanten starken Steigerung von Organspenden in Deutschland soll nicht mit neuen Abrechnungsposten honoriert werden.

Die Organentnahme in Kliniken werde bereits gut bezahlt, sagte Gesundheitsminister Daniel Bahr am 5.3.2012 in Berlin. Neue Abrechnungsmöglichkeiten etwa für Aufklärung durch den Arzt solle es nicht geben.

Bahr machte deutlich, dass auch Spenden zu Lebzeiten erleichtert werden sollen. So sollen Arbeitnehmer einen Anspruch auf eine 6-wöchige Lohnfortzahlung erhalten, wenn sie etwa eine Niere spenden.

 

Organ-Warteliste soll schrumpfen

Nach dem Durchbruch bei der Organspende werben Regierung und Opposition dafür, dass sich möglichst viele Menschen zu einer Spende nach dem Tod bereiterklären. Vorher sollen die Menschen breit informiert werden. Ziel ist, die Zahl von täglich im Schnitt 3 Menschen zu senken, die in Deutschland auf der Warteliste für ein Spenderorgan stehen und sterben. Die gesetzlichen und privaten Krankenkassen sollen jetzt verpflichtet werden, ihre Mitglieder anzuschreiben. Das wollen alle Fraktionen im Bundestag in einem Gruppenantrag so regeln.

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