15.11.2013 | Krankenhausreform

Nicht notwendige Operationen Grund für Geldnot?

Mehr Geld für Krankenhäuser?
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Krankenhäuser wollen mehr Geld, die Kassen möchte nicht zahlen. Viele Kliniken klagen über rote Zahlen. Sind zu viele medizinisch nicht notwendige Operationen ein Grund dafür?

Die deutschen Kliniken fordern von der neuen Bundesregierung eine grundlegende Reform der Krankenhausfinanzierung. «50 % der Kliniken schreiben rote Zahlen», sagte der Verwaltungsratschef der Gesellschaft Deutscher Krankenhaustag, Josef Düllings.

Vermögen bei Kassen aufgebaut

Die schwarz-gelbe Bundesregierung habe in der vergangenen Legislaturperiode «im Krankenhausbereich einen Scherbenhaufen hinterlassen und auf der Kassenseite ein unanständiges Vermögen aufgebaut». Künftig müssten die Kassen zu einem «signifikanten Beitrag» verpflichtet werden, und zwar zu einem 5%igen Aufschlag auf die Fallpauschalen, sagte Düllings.
Die Systematik der Fallpauschalen, mit denen die Leistungen der Krankenhäuser je nach Krankheit und Behandlungsart abgerechnet werden, müsse revidiert werden. Der Bund solle zudem Geld für die Strukturfinanzierung der Kliniken geben und ein Zehnjahresprogramm zur Modernisierung der Krankenhäuser auflegen.

Entwicklung hin zu nicht notwendigen Operationen

Die Kassen wiesen die Forderungen umgehend zurück. «Jahr für Jahr steigen die Einnahmen der Krankenhäuser von einem Rekordwert zum nächsten. Gleichzeitig entwickeln sich medizinisch nicht notwendige Operationen zu einem Problem für die Patienten», sagte der Sprecher des GKV-Spitzenverbands, Florian Lanz. «Da müssen die Kliniken ran und nicht schon wieder an die Portemonnaies der Beitragszahler.»

Medica und Deutscher Krankenhaustag

Kommende Woche startet die weltgrößte Medizinfachmesse Medica in Düsseldorf. Parallel dazu findet der 36. Deutschen Krankenhaustag statt.

Schlagworte zum Thema:  Krankenhaus, Operation

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