26.10.2011 | Leistungen Sozialversicherung

Neues Register für künstliche Hüft- und Kniegelenke

Ein bundesweites Register für künstliche Hüft- und Kniegelenkoperationen soll künftig die Zahl unnötiger Eingriffe deutlich vermindern.

Voraussichtlich im kommenden Frühjahr werde mit dem Datensammeln begonnen, kündigte das Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) am 25.10.2011 an. Die Website für das Register wurde nun bereits zum Deutschen Orthopädie- und Unfallchirurgiekongress in Berlin freigeschaltet.

Register soll Zahl der OPs senken

Eine Halbierung der Eingriffe - wie in Schweden seit Einführung eines Registers geschehen - würde das Gesundheitssystem laut EPRD jährlich mit einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag entlasten. 

Jährlich werden in Deutschland rund 390.000 künstliche Hüft- und Kniegelenke eingesetzt. Zugleich sind jedoch auch 35.000 Wechsel-OPs fällig - deutlich zu viel, meinen Experten. Bislang waren aber keine verlässlichen Daten über die Ursachen für die Implantat-Auswechslung greifbar. Das Register, in das Daten der Krankenkassen und Kliniken einfließen, soll hier Abhilfe schaffen.

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