07.01.2014 | Bessere ärztliche Versorgung

Ziele des neuen Gesundheitsministers Gröhe

Kürzere Wartezeiten bei Facharzt-Termin und mehr Landärzte
Bild: Haufe Online Redaktion

Eine bessere ärztliche Versorgung, kürze Wartezeiten auf einen Arzttermin und mehr Landärzte - diese Ziele hat sich der neue Bundesgesundheitsminister Gröhe zu Beginn seiner Amtszeit auf die Fahne geschrieben. 

Die ärztliche Versorgung in Deutschland soll sich spürbar verbessern. Dies sicherte der neue Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) in einem Zeitungsinterview zu. Nach anhaltenden Klagen von gesetzlich Versicherten über viel zu lange Wartezeiten auf einen Termin beim Arzt oder Facharzt, soll diese Problematik nun aufgegriffen werden.

Bald Vergangenheit: Lange Wartezeit auf einen Termin beim Facharzt

Künftig sollen sich von überlangen Wartezeiten betroffene, bei einer gesetzlichen Krankenkasse versicherte Patienten an eine Servicestelle der Kassenärztlichen Vereinigung wenden können. Gröhe unterstrich das Koalitionsversprechen, dass diese neue Servicestelle dann einen Termin bei einem niedergelassenen Facharzt vermittelt. Ist ein zeitnaher Facharzttermin nicht möglich, verweist die Servicestelle in eine ambulante Krankenhausbehandlung.

Bessere Anreize für Landärzte und leichterer Zugang zum Medizinstudium

Bundesgesundheitsminister Gröhe will sich für eine höhere Arztdichte in ländlichen Gebieten einsetzten und dazu mit den Wissenschaftsministern der Länder sprechen: Studienanfänger, die sich zur Übernahme einer Praxis im ländlichen Raum verpflichten, sollen einen leichteren Zugang zum Studium erhalten. Ein leichterer Zugang zum Medizinstudium könnte auch für Personen nach einem freiwilligen sozialen Jahr z. B. im Rettungsdienst gelten.

Ebenfalls denkbar sei ein Notenbonus als Anreiz für angehende Ärzte. "In einigen Bundesländern und an manchen Hochschulen werden entsprechende Regelungen ja auch schon erfolgreich praktiziert."

Das deutsche Gesundheitssystem ist gut

Gröhe hält grundlegende Kritik am deutschen Gesundheitssystem für unberechtigt. Denn in Deutschland erhielten alle Menschen einkommensunabhängig z. B. auch sehr teure Behandlungen wie schwierige Herzoperationen. Trotzdem gilt - auch für das Gesundheitssystem - "es gibt nichts, was nicht noch verbessert werden kann."

Schlagworte zum Thema:  Wartezeit

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