| Rentenanpassung

Weniger Rente wegen Verzicht auf Beitragssatzsenkung

Geringere Rentenerhöhung zur Finanzierung des Rentenpakets
Bild: MEV-Verlag, Germany

Die GroKo will die Beitragssatzsenkung in der Rentenversicherung gesetzlich verhindern. Dies hat auch negative Auswirkungen für Rentner: die nächste Rentenerhöhung wird deutlich geringer ausfallen.

Die Absicht von Union und SPD, den Rentenbeitrag 2014 nicht zu senken, werden auch die gut 20,5 Mio. Rentner negativ zu spüren bekommen. Deren nächste Rentenerhöhung wird dadurch um knapp 0,8 Prozentpunkte geringer ausfallen. Darauf wies die Deutsche Rentenversicherung (DRV) bei einer Expertenanhörung des Deutschen Bundestages hin. Bislang galt eine Rentenerhöhung von über 2 % in Ost und West als möglich.

Verzicht der Beitragszahler auf Entlastungsbetrag

Wegen der gut gefüllten Rentenkasse - zuletzt wurde eine Rekordrücklage von 32 Mrd. EUR gemeldet (s. News v. 10.2.2014) - hätte der Beitragssatz bereits zu Jahresbeginn von 18,9 auf 18,3 % gesenkt werden müssen. Dies würde auch die Beitragszahler entlasten: Bei einem durchschnittlichen Jahresverdienst von 34.000 EUR im Westen läge der Entlastungsbetrag laut DRV bei 209 EUR, im Osten bei 176 EUR pro Jahr.

Gesetzesänderung gegen Beitragssatzsenkung geplant

Schwarz-Rot will die Beitragssatzsenkung durch eine Gesetzesänderung aber verhindern. Der Schritt erspart der Rentenkasse Einnahmeausfälle von etwa 7,5 Mrd. EUR. Dieses Geld soll zur Finanzierung der verbesserten Mütterrente und der abschlagfreien Rente für langjährig Versicherte verwendet werden. Während der Deutsche Gewerkschaftsbund den Verzicht auf die Beitragssenkung begrüßte, äußerten die Arbeitgeber massive verfassungsrechtliche Bedenken.

Schlagworte zum Thema:  Rente, Beitragssatz, Rentenanpassung, Deutsche Rentenversicherung, Rentenversicherungsnummer, Rentenversicherung

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