| Arbeitsunfall

Mitarbeiter auf Weihnachtsfeier nicht unfallversichert

Unfallversicherung bei Feiern nur mit Cheforganisation
Bild: Haufe Online Redaktion

In einem aktuellen BSG-Urteil haben die Richter entschieden, dass Mitarbeiter bei Weihnachtsfeiern nur dann gesetzlich unfallversichert sind, wenn die Feier von der Firmenleitung organisiert wird.

Mitarbeiter sind bei Weihnachtsfeiern nach einem Gerichtsurteil nur dann gesetzlich unfallversichert, wenn die Feier von der Firmenleitung durchgeführt wird.

Kein Arbeitsunfall im Sachverhalt

Das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel entschied am 26.6.2014 gegen eine Frau, die auf einer Weihnachtsfeier gestürzt war und sich den Oberschenkelhals gebrochen hatte. Dies sei kein Arbeitsunfall, da die Feier auf einer Bowlingbahn nicht durch die Firmenleitung initiiert worden sei, urteilten die Kasseler BSG-Richter (Az: B 2 U 7/13 R).

Unfallversicherungsschutz nur bei betrieblicher Anordnung der Feier

«Veranstalten Mitarbeiter aus eigenem Antrieb eine Feier, sind sie nicht gesetzlich unfallversichert, auch wenn die Leitung Kenntnis von der Feier hat», stellte am Donnerstag der Vorsitzende Richter des 2. Senats klar. «Es kommt auf die betriebliche Anordnung durch die Betriebsführung an.»

Wie groß muss eine Abteilung sein für den Unfallversicherungsschutz?

Grundsätzlich sind Teilnehmer an sogenannten betrieblichen Gemeinschaftsveranstaltungen versichert, wenn diese allen Mitarbeitern offenstehen. In der Frage aber, wie groß eine Abteilung sein muss, um eine eigene, versicherte Weihnachtsfeier zu organisieren, wollten sich die obersten deutschen Sozialrichter nicht festlegen. Der Senat sehe die Entwicklung, dass nicht immer der Chef noch mit der Sekretärin feiern gehe, sagte der Richter. In dem Fall ging es um eine Feier eines Teams eines Jobcenters, bei dem lediglich die stellvertretende Teamleiterin anwesend war.

Schlagworte zum Thema:  Unfallversicherung, Arbeitsunfall, Jobcenter

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