29.09.2014 | Ärztliche Versorgung

Mehrheit der Deutschen setzt auf den Hausarzt

Hausarzt koordiniert die ärztliche Versorgung der Patienten.
Bild: Haufe Online Redaktion

Neun von zehn Deutschen wenden sich laut einer Forsa-Umfrage mit gesundheitlichen Problemen zuerst an einen festen Hausarzt. Die Umfrage zeigt, dass die Hausarztzentrierte Versorgung den Patientenwünschen entgegen kommt.

Das ergab eine vom Deutschen Hausärzteverband in Auftrag gegebene repräsentative Forsa-Studie, die am 26.9.2014 am Rande des Internationalen Hausärztetages in Bonn veröffentlicht wurde.

Hausarztzentrierte Versorgung kommt Patientenwünschen entgegen

Danach wünschen sich 94 Prozent der mehr als 1000 Befragten den Hausarzt als Koordinator der medizinischen Versorgung. Die «Hausarztzentrierte Versorgung» leiste genau das, sagte der Bundesvorsitzende des Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt. Diese Art der Versorgung komme den Wünschen der Patienten entgegen und verbessere zugleich dauerhaft die Qualität der ambulanten Versorgung.

Aktuell sind in Deutschland etwa 3,6 Millionen Versicherte und knapp 16 000 Hausärzte in die Verträge der sogenannten Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) eingeschrieben. Teilnehmer verpflichten sich hierbei, in der Regel zuerst zum Hausarzt zu gehen und Fachärzte nur auf Überweisung aufzusuchen. Sie sollen dafür von ihrem Hausarzt eingehender versorgt werden.

Weitere Krankenkassen sollten Verträge für Hausarztzentrierten Versorgung anbieten
Die Umfrage belege, dass den Menschen das vertrauensvolle Verhältnis zum Arzt besonders wichtig sei, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Eberhard Mehl. Die Teilnehmerzahl an den HZV-Verträgen steige kontinuierlich. Krankenkassen, die bisher solche Verträge nicht anbieten, forderte er auf, ihre Haltung zu revidieren.

Schlagworte zum Thema:  Hausarzt, Ärztliche Behandlung, Versorgung, Krankenkasse

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