| Lebensarbeitszeit

Länger arbeiten für den Wohlstand

Die Generation 55+ muss länger im Erwerbsleben bleiben.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Eine Studie ergab: Bereits wer heute über 55 Jahre alt ist, muss länger im Arbeitsleben bleiben. Sonst kann der Wohlstand in Deutschland nicht gehalten werden.

Die Generation 55 plus muss stärker als bisher im Arbeitsleben integriert bleiben. Das ergab die Untersuchung «Demografie und Wachstum», die vom Institut für Weltwirtschaft (IfW), dem Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) und dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) erstellt wurde. Auftraggeber war die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), die von den Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektroindustrie finanziert wird.

Erwerbsquote im Alter muss steigen

In der am 3.12.2012 vorgelegten Studie wurden 3 Szenarien verglichen. Dabei zeigte sich, dass das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen aller Bundesbürger im Jahr 2030 deutlich höher sein wird, wenn mehr Ältere eine Beschäftigung ausüben. Dieses Einkommen werde im Vergleich zu unveränderten Bedingungen um 10 % höher liegen, wenn die Erwerbsquote insgesamt steigt und weniger Ältere arbeitslos sind.

Renteneintrittsalter muss mit Lebenserwartung steigen

«Der entscheidende Schlüssel zur Sicherung unseres Wohlstands, in einer sich demografisch auf dramatische Weise verändernden Lage, ist die Verlängerung des Erwerbslebens», sagte der Vorsitzende des INSM-Kuratoriums, der frühere Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement. Die INSM fordert, das Renteneintrittsalter an die steigende Lebenserwartung zu koppeln.

Schlagworte zum Thema:  Lebensarbeitszeit, Lebenserwartung, Renteneintritt

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