30.12.2014 | Kassenzulassung

Krankenkassen wollen Zulassung für Ärzte befristen

Ländlichen Ärztemangel durch befristete Kassenzulassung lösen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die gesetzlichen Krankenkassen fordern, die Kassenzulassung für Ärzte nur noch befristet zu vergeben. Sie wollen damit den Ärztemangel in vielen ländlichen Regionen in den Griff bekommen. Weitere Anreize, um Ärzte auf das Land zu locken, wurden vor der Weihnachtspause noch auf den Weg gebracht.

Es sei überhaupt nicht begründbar, warum ein Arzt die Zulassung lebenslang bekomme und sie daher verkaufen oder vererben könne, sagte die Vorstandschefin des Spitzenverbandes der Krankenkassen, Doris Pfeiffer einer Zeitung (30.12.2014).

Kassenzulassung für Ärzte nur auf Zeit vergeben

Sie forderte: «Künftig sollte das Recht, mit einer gesetzlichen Krankenkasse abrechnen zu können, nur noch auf Zeit vergeben werden.» Erst dann könne die Verteilung der Ärzte richtig gesteuert werden. «Wir werden den Ärztemangel auf dem Land nur in den Griff bekommen, wenn wir die Überversorgung in den Städten abbauen», betonte Pfeiffer.

Weitere Anreize für ländliche Ärzte auf dem Weg

Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hatte in der letzten Kabinettssitzung vor der Weihnachtspause das sogenannte GKV-Versorgungsstärkungsgesetz auf den Weg gebracht (s. News v. 19.12.2014). Es sieht unter anderem finanzielle Anreize etwa bei den Zulassungskosten oder bei der Vergütung vor, um mehr Ärzte aufs Land zu bringen. In einem überversorgten Gebiet soll eine Praxis künftig nur dann nachbesetzt werden, wenn dies für die Versorgung der Patienten sinnvoll ist.

Schlagworte zum Thema:  Krankenkasse, Arzt, Verteilung der Zulassungen, Zulassung

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