26.06.2015 | Berufshaftpflicht

Keine Einigung zwischen Krankenkassen und Hebammen über Ausgleich für Haftpflicht

Die Schiedsstelle wird vermutlich frühestens Ende Juli entscheiden.
Bild: Haufe Online Redaktion

Krankenkassen und Hebammen konnten bei den Verhandlungen keine Lösung für die ab Juli erneut steigenden Haftpflichtprämien der freiberuflichen Hebammen mit Geburtshilfe finden. Nun muss eine Schiedsstelle über einen finanziellen Ausgleich der Prämien entscheiden.

Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) und Hebammen sind sich weiter uneins über den Ausgleich für die steigende private Berufshaftpflichtversicherung. Da man auf dem Verhandlungsweg mit dem Deutschem Hebammenverband und dem Bund freiberuflicher Hebammen Deutschlands keine Übereinkunft erzielt habe, sei die Schiedsstelle angerufen worden, teilte der GKV-Spitzenverband am 25.5.2015 in Berlin mit.

Prämie für Berufshaftpflicht der Hebammen steigt erneut

Zum 1. Juli steigen die Prämien zur privaten Berufshaftpflichtversicherung für freiberufliche Hebammen mit Geburtshilfe erneut. Über den von den Kassen zu zahlenden Ausgleich für diese Prämie, die freiberufliche Hebammen sehr belastet, gibt es seit längerem Streit. Ein weiterer offener Punkt zwischen beiden Seiten sei die Frage nach Qualitätskriterien für Hausgeburten.

Der GKV-Spitzenverband hielt den Hebammenverbänden vor, eine nahtlose Anschlussregelung für einen finanziellen Ausgleich der um mehr als 20 Prozent steigenden Haftpflichtprämien zu verhindern. Die Schiedsstelle werde vermutlich frühestens Ende Juli entscheiden.

Schlagworte zum Thema:  Hebamme, Geburtshilfe, Krankenkasse, Berufshaftpflicht

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