| Krankenkassen-Statistik

Erkältungen erhöhen Krankenstand auf 14,7 Tage

Erkältungswelle ließ Krankenstand deutlich ansteigen
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

2013 haben sich so viele Arbeitnehmer krank gemeldet wie seit 14 Jahren nicht mehr. Allein durch Erkältungen sind die Fehltage um fast 25 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Die Fehlzeiten deutscher Arbeitnehmer wegen Krankheit steigen seit Jahren. Eine Erkältungswelle sorgte 2013 für einen zusätzlichen Schub.

 

So viele Krankmeldungen wie seit 14 Jahren nicht mehr

Arbeitnehmer in Deutschland haben sich 2013 so oft krankgemeldet wie seit 14 Jahren nicht mehr. Nach einer Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK) trieb die starke Erkältungswelle den Krankenstand ihrer Versicherten wieder über die 4-%-Marke. Das entspricht im Schnitt 14,7 Fehltagen. Zahlen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin untermauern den Trend. Einer repräsentativen Umfrage unter 20.000 Erwerbstätigen zufolge stieg die Zahl der durchschnittlichen Krankentage von 2010 bis 2012 von 11,3 auf 14 Tage.

Erkältungen führten zu deutlich mehr Arbeitsunfähigen

Nach Angaben der TK waren 2013 im Schnitt 4,02 % der Beschäftigten und Empfänger von Arbeitslosengeld I arbeitsunfähig. Das sei in der Kassenstatistik knapp ein halber Tag mehr als in 2012, teilte die größte gesetzliche Kasse mit. Allein die Fehlzeiten aufgrund von Erkältungskrankheiten stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 24,3 %, hieß es.

Gestiegene Krankheitskosten durch mehr Fehltage

Der Auswertung der Bundesanstalt zufolge stieg die Gesamtzahl der Fehltage 2012 von 460 Mio. auf 522 Mio. Das habe die Wirtschaft geschätzte 53 Mrd. EUR (plus 7 Mrd.) gekostet, teilte die Bundesanstalt in Dortmund mit. Die Beschäftigtenzahl war gleichzeitig von 41,2 auf 41,6 Mio. gestiegen. Die Zahl der Arbeitsunfälle sei dennoch unter 1 Mio. gesunken. Die Anzahl tödlicher Unfälle stieg leicht um 13 auf 677.

Schlagworte zum Thema:  Krankheit, Arbeitsunfähigkeit, Erkältung, Krankheitskosten, Fehltag

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