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Krankenkassen sparen bei Verwaltung

Die Verwaltungskosten der gesetzlichen Krankenkassen sind im vergangenen Jahr um 115 Mio. EUR gesunken. Bei den Krankenhäusern stiegen die Ausgaben auf ein Rekordniveau von insgesamt mehr als 60 Mrd. EUR.

Entsprechende Informationen aus Kassenkreisen bestätigte am 3.3.2012 der Spitzenverband der Kassen bestätigt. Im Jahr 2010 betrugen die Verwaltungskosten der Kassen 9,48 Mrd. EUR netto, rund 530 Mio. EUR mehr als 2009. Für die Behandlungen in den Kliniken gaben die Kassen 2010 noch 58,8 Mrd. EUR aus, 2,5 Mrd. mehr als im Jahr zuvor.

Kassen setzten verordnete Sparziele um

Mit dem schwarz-gelben GKV-Finanzierungsgesetz, das Anfang 2011 in Kraft trat, wurden die Kassen verpflichtet, ihre Verwaltungsausgaben bis Ende 2012 auf dem Stand von 2010 zu halten. Der Sprecher des Krankenkassen-Verbands, Florian Lanz, sagte: «Wir haben die gesetzliche Vorgabe einer Nullrunde sogar noch unterboten.» Die Kassen erwarteten nicht nur von anderen Sparanstrengungen, sondern sparten auch selbst aktiv.

Zuletzt hatte der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jens Spahn (CDU), den Kassen damit gedroht, ihre Verwaltungskosten per Gesetz dauerhaft einzufrieren.

Kassen erzielten 2011 deutliche Überschüsse

Die Ersatzkassen erzielten im vergangenen Jahr einen Überschuss von rund 1,8 Mrd. EUR, die AOK rechnet mit einem Überschuss zwischen 1,2 und 1,3 Mrd. EUR. Der Überschuss der Betriebskrankenkassen stieg auf mehr als 554 Mio. EUR.

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