| Arbeitsunfähigkeit

Krankenkassen sollen keinen Druck auf Kranke ausüben

Krankenkassen sollen Kranke nicht frühzeitig zum Arbeiten drängen.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Kranke Arbeitnehmer sollen davor geschützt werden, von ihrer Krankenkasse vorzeitig zur Arbeit gedrängt zu werden. Eine entsprechende Regelung wurde in den Entwurf für ein Versorgungsstärkungsgesetz aufgenommen.

So würden Versicherte etwa durch regelmäßige Telefonanrufe oder sehr intime Fragen unter Druck gesetzt, sich schnell wieder arbeitsfähig zu erklären, sagte Laumann am 1.12.2014 in Berlin. Dieser unmöglichen Praxis solle per Gesetz ein Riegel vorgeschoben werden.

Rechtsanspruch auf Beratung und Hilfe durch Krankenkasse

So werde im Entwurf für ein Versorgungsstärkungsgesetz geregelt, dass Versicherte mit Krankengeld einen Rechtsanspruch auf Beratung und Hilfestellung durch die Kasse haben. Die Beratung sei somit eindeutig freiwillig - die Zahlungen könnten nicht eingestellt werden, wenn sie ablehnt werde. Versicherte müssten zudem schriftlich in die Erhebung und Nutzung ihrer Daten einwilligen. «Sie dürfen also nicht (...) plötzlich am Telefon mit Fragen überrumpelt werden.»

Patienten wurden Krankengeld, Therapien oder Informationen vorenthalten

Im Sommer hatte die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) festgestellt, dass Kassen und Ärzte zehntausenden Patienten ungerechtfertigt Krankengeld, Therapien oder Informationen vorenthalten. Laumann versprach damals, sich der Sache anzunehmen und nach einem halben Jahr die Öffentlichkeit zu informieren.

Schlagworte zum Thema:  Krankenkasse, Arbeitsunfähigkeit, Krankengeld

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