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Gesundheitsminister Gröhe will Klinikbetten abbauen

Gröhe will Klinikbetten abbauen
Bild: Haufe Online Redaktion

Viele Krankenhäuser schreiben rote Zahlen. Forderungen der Krankenkassen nach mehr Spezialisierung stehen oft Wünsche vor Ort nach einer Vollversorgung entgegen. Nun geht Minister Gröhe in die Offensive.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) will die Zahl der Krankenhausbetten in Deutschland reduzieren.

Klinikkapazitäten nicht voll ausgelastet

Trotz steigender Patientenzahlen seien im Jahresdurchschnitt nur 77 Prozent der Klinikkapazitäten ausgelastet, sagte er der «Süddeutschen Zeitung» (Mittwoch). Demnach stünden von den rund 501 000 Klinikbetten etwa 113 000 leer - es sei also fraglich, ob diese hohe Bettenzahl notwendig sei. Gröhe: «Vielleicht ist ein Abbau oder eine Umwandlung überzähliger Betten sinnvoller.»

Reform des Krankenhaus-Sektors geplant

Die große Koalition hat sich auf eine umfassende Reform des Krankenhaus-Sektors verständigt. Dies wird Aufgabe einer Kommission aus Vertretern von Bund und Ländern, die vom 16. April an regelmäßig tagen soll.

CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn sagte: «Wir wollen die flächendeckende Versorgung, aber das bedeutet nicht, dass jedes Krankenhaus vor Ort alles anbieten muss.»

Krankenkassen begrüßen den Vorstoß

Die Krankenkassen forderten eine grundlegende Strukturreform, wie ihr Verbandssprecher Florian Lanz deutlich machte. Der Chef der Barmer GEK, Christoph Straub, sagte, der Plan, überflüssige Krankenhausbetten abzubauen, gehe in die richtige Richtung.

Schlagworte zum Thema:  Krankenhaus, Krankenhausbehandlung, Krankenkasse

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