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Kassen sollen Prävention stärker fördern

Die Krankenkassen sollen nach der Vorstellung von Gesundheitspolitikern der Union künftig mehr Geld als bisher für Vorsorgeleistungen ausgeben.

Sie sollten nach einem Zeitungsbericht mehr als 400 Mio. EUR pro Jahr für Prävention einplanen können – mehr als doppelt so viel wie ihnen bisher per Gesetz gewährt werde. Sie beruft sich dabei auf «Eckpunkte für eine nationale Präventionsstrategie», über die Gesundheitspolitiker von CDU und CSU am 11.4.2012 bei einer Klausurtagung beraten hätten.

Finanzielle Anreize für betriebliche Prävention ...

Verwendet werden sollten die Mittel unter anderem für finanzielle Anreize, damit Arbeitgeber und Arbeitnehmer mehr betriebliche Vorsorge betreiben. Schwerpunkt der betrieblichen Vorsorge sollen psychische Belastungen älterer Mitarbeiter werden, schreibt die Zeitung weiter.

... und gesundheitsbewusste Versicherte

Unabhängig davon sollten Kassen mehr Möglichkeiten bekommen, ihren Mitgliedern Boni oder eine Beitragsrückerstattung anzubieten, wenn sie sich selbst um eine Stärkung des Gesundheitsbewusstseins kümmern. Dem Bericht zufolge geben allerdings die meisten Kassen schon heute mehr Geld für Prävention aus als sie müssten, nämlich insgesamt mehr als 300 Mio. EUR pro Jahr.

Bundestag soll konkrete Präventionsziele festlegen

Die Präventionsziele soll dem Bericht zufolge der Bundestag bestimmen. Diese sollten sehr konkret jeweils für 8 Jahre beschlossen werden. Als Beispiele nennen die Gesundheitspolitiker der Union eine Senkung von Diabetes-Erkrankungen um 10 % oder eine Reduzierung psychischer Erkrankungen am Arbeitsplatz um 20 %. Die Teilnahme an Krebsfrüherkennungsmaßnahmen soll um 20 % steigen.

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