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In Sonderfällen zahlen Kassen für Blutzucker-Teststreifen

Typ-2-Diabetiker, die kein Insulin spritzen, können die Teststreifen zur Selbstmessung des Blutzuckers unter Umständen weiterhin von ihrer Krankenkasse bezahlt bekommen.

"Diese Möglichkeit sollte auch unbedingt genutzt werden", sagte Prof. Andreas Fritsche von der Deutschen Diabetes Gesellschaft in Berlin . Es lägen zwar keine endgültigen Studien vor, die nachweisen, dass Typ-2-Diabetiker länger leben, wenn sie ihren Blutzuckerspiegel regelmäßig selbst messen. "Dennoch ist die Methode medizinisch absolut sinnvoll", sagte Fritsche.

Instabile Stoffwechsellage lässt Verordnung zu

Seit dem 1.10.2010 können Typ-2-Diabetiker Blutzuckerteststreifen nur noch dann zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung verordnet bekommen, wenn ihre Stoffwechsellage instabil ist. Nach aktuellen Angaben des Deutschen Arzneiprüfungsinstituts betrifft diese Entscheidung jeden achten medikamentös behandelten Diabetiker. Diese Patienten erhalten statt Insulin andere Medikamente gegen Diabetes.

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