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Grippeschutzimpfung - vom BMG dringend empfohlen

Ein kleiner Pieks schützt vor schweren Grippeerkrankungen
Bild: Haufe Online Redaktion

Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) rührt die Werbetrommel für die Grippeschutzimpfung. Besonders bei Risikogruppen mit erhöhtem Erkrankungs- oder Komplikationsrisiko ist die Grippeschutzimpfung wichtig. Und zudem gilt: Wer sich impfen lässt, schützt sich und andere.

Die Herbstmonate bis zum Dezember sind die beste Zeit, um sich rechtzeitig gegen Grippe impfen zu lassen. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr macht sich für die Impfung als den besten Schutz gegen Grippe stark. Ebenso empfiehlt die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt eine Grippeschutzimpfung, insbesondere für Personen mit einem höherem Erkrankungs- oder Komplikationsrisiko.

Wie wirkt die Grippeschutzimpfung?

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr erklärt hierzu am 4.11.2013: "Nach der Impfung dauert es 10 bis 14 Tage, bis der Impfschutz vollständig aufgebaut ist. Da die meisten Grippefälle zwischen Dezember und April auftreten, ist jetzt eine Impfung zu empfehlen." Daneben seien aber auch jenseits der aktuellen Grippesaison weitere Impfungen wichtig. "Ob wie im Sommer diskutiert eine Schutzimpfung gegen Masern oder aktuell im Fokus der Weltgesundheitsorganisation der bessere Schutz gegen Polio."

Tipp: Informationen rund um das Thema Impfschutz bietet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter www.impfen-info.de.

Wer soll sich gegen Grippe impfen lassen?

Das Robert Koch-Institut empfiehlt für Personen mit einem höherem Erkrankungs- oder Komplikationsrisiko eine Grippeschutzimpfung. Zu dieser Risikogruppe zählen:

  • ältere Menschen ab 60 Jahre,

  • Personen mit Grundkrankheiten wie z.B. chronische Krankheiten der Atmungsorgane, Herz- oder Kreislaufkrankheiten, Leber- oder Nierenkrankheiten, Diabetes oder andere Stoffwechselkrankheiten,
  • medizinisches Personal, Betreuer von Risikopatienten und
  • Schwangere.

Schwangere sollten sich und ihr Baby vor Grippe schützen

Oft ist der Schutz bei diesen Risikogruppen nicht ausreichend, zeigt eine aktuelle Studie im Auftrag des BMG. In der letzten Grippesaison waren nur 23 % der Schwangeren gegen Grippe geimpft. Schwangere Frauen und ihr Neugeborenes haben jedoch ein erhöhtes Risiko für schwerwiegende Krankheitsverläufe. Daher empfiehlt die Ständige Impfkommission seit 2010 die jährliche Grippeschutzimpfung allen schwangeren Frauen ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel, bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung wird sie schon ab dem 1. Schwangerschaftsdrittel empfohlen.

Grippeschutzimpfung durch den Betriebsarzt

Aber natürlich kann sich auch jeder andere durch eine rechtzeitige Impfung schützen. So bietet das BMG seinen Mitarbeitern eine Grippeschutzimpfung durch Betriebsärzte an.

Diesem Beispiel der betrieblichen Gesundheitsförderung folgen zahlreiche Arbeitgeber. Laut einer Befragung wird 37 % der Arbeitnehmer in Firmen mit mehr als 50 Mitarbeitern eine Grippeschutzimpfung angeboten, in kleineren Betrieben allerdings nur 8 % der Arbeitnehmer.

Schlagworte zum Thema:  Grippe, STIKO, Betriebsarzt, Impfung

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