20.10.2011 | Leistungen Sozialversicherung

Höchststand bei Sozialhilfeausgaben

Die Sozialhilfeausgaben in Deutschland steigen immer weiter: 2010 wurde mit 21,7 Mrd. EUR ein Höchststand seit der Reform der Sozialhilfe im Jahr 2005 erreicht.

Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden (Destatis) teilte am 20.10.2011 mit, dass im Vergleich zu 2009 die Ausgaben um 3,9 % gewachsen sind. Rechnerisch gab der Staat für jeden Bundesbürger 266 EUR aus.

In den ostdeutschen Ländern (mit Berlin) seien die Pro-Kopf-Ausgaben mit 227 EUR deutlich geringer als im Westen (276 EUR), hieß es weiter.

 

Stadtstaaten führen die Ausgabenstatistik an

Die höchsten Pro-Kopf-Ausgaben hatten die 3 Stadtstaaten: Bremen lag mit 441 EUR vor Hamburg (414 EUR) und Berlin (406 EUR). Am wenigsten gab von den westdeutschen Flächenländern Baden-Württemberg aus (194 EUR je Einwohner), im Osten war es Sachsen mit 139 EUR.

Verteilung der Ausgaben unverändert

Die Ausgabenanteile haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert: Mehr als die Hälfte der Ausgaben (57 %) entfielen nach den Berechnungen der Statistiker auf die sogenannte Eingliederungshilfe für behinderte Menschen. Knapp ein Fünftel (19 %) wurden für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung ausgegeben, jeder siebte Euro für die Hilfe zur Pflege (14 %).

Die Sozialhilfe (SGB XII) umfasst unter anderem Kosten für Nahrung, Unterkunft und Kleidung, aber auch "in vertretbarem Umfang" für die Teilnahme am kulturellen Leben. In der Regel nicht erfasst in den Sozialhilfeausgaben sind Arbeitssuchende oder Hartz-IV-Empfänger.

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