| Hilfe zur Pflege

Zahl der Pflegehilfe-Empfänger steigt

privater Pflegezusatzförderung haben Versicherte die Möglichkeit, finanzielle Überforderung im Alter
Bild: MEV-Verlag, Germany

Weil ihr Geld nicht fürs Pflegeheim reicht, ist ein kleiner, aber wachsender Teil von Pflegebedürftigen auf staatliche Unterstützung angewiesen.

Erhielten 2006 rechnerisch 4,4 von 1.000 Einwohnern Hilfe zur Pflege, waren es 2009 schon 4,8 und 5,0 im Jahr 2010, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am 29.10.2012 mitteilte. «Der Anteil der Bevölkerung, der Hilfen zur Pflege bekommt, nimmt kontinuierlich leicht zu», sagte Referatsleiter Klaus Duschek und bestätigte damit einen Bericht der «Welt am Sonntag».

2010: 5% Anstieg zum Vorjahr

Rund 411.000 Menschen erhielten danach 2010 Pflegehilfe, etwa 5% mehr als im Vorjahr. Drei Viertel von ihnen lebte in Heimen. Die staatlichen Brutto-Ausgaben für Pflegehilfe stiegen auf mehr als 3,4 Milliarden Euro. Neuere Zahlen gibt es nicht.

Ein Sprecher des Bundesarbeitsministeriums sagte auf Anfrage, in den Zahlen zeige sich der demografische Wandel: «Wenn es mehr alte Menschen gibt, gibt es auch mehr Pflegefälle - und wegen der steigenden Pflegekosten auch mehr Menschen, die Hilfe zur Pflege benötigen.»

Pflegereform bringt Leistungsverbesserungen

Im Bundesgesundheitsministerium hieß es: «Wir sind an dem Thema Pflege und den damit verbundenen demografischen Herausforderungen dran.» Die Pflegeversicherung sei eine Teilkaskoversicherung, insofern sei das Thema nicht neu. Mit ihrer Pflegereform bringe die Koalition zahlreiche Leistungsverbesserungen auf den Weg. «Mit der Einführung einer privater Pflegezusatzförderung haben Versicherte die Möglichkeit, finanzielle Überforderung im Alter zu minimieren.»

Schlagworte zum Thema:  Pflege, Vollstationäre Pflege

Aktuell

Meistgelesen