| Heilpraktikerrechnung

Behandlung durch Heilpraktiker ohne Niederlassung

Heilpraktikerkosten werden nur bei fester Niederlassung gezahlt
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Heilpraktiker dürfen nach einem rechtskräftigen Urteil des Amtsgerichts München ohne feste Niederlassung keine Patienten behandeln. Bei Nutzung fremder Praxisräume müssen Krankenversicherungen die Behandlungskosten des Heilpraktikers nicht übernehmen.

Eine Heilpraktikerin verstößt gegen das Heilpraktikergesetz, wenn sie an ihrer Postadresse nicht die Ausübung ihres Berufs angemeldet hat und bei Bedarf fremde Praxisräume nutzt. Das entschied das Amtsgericht München in einem Urteil v. 13.2.2013 (132 C 20532/11). Eine private Krankenversicherung muss die Kosten für die Behandlung in diesem Fall nicht übernehmen.

Krankenversicherung trägt Behandlungskosten des Heilpraktikers nicht

In dem Fall besuchte eine Frau mehrfach eine Heilpraktikerin und vertraute darauf, dass die Behandlung ordnungsgemäß erfolgte. Ihre Krankenversicherung zahlte dafür zunächst, stellte dann aber fest, dass die Heilpraktikerin zur Abrechnung ihrer Leistungen ihre Privatadresse angegeben hatte. Die Krankenversicherung verlangte daher das Geld von der Versicherten zurück, die Frau verweigerte die Rückzahlung. Das Gericht gab der Krankenversicherung Recht und entschied, dass die Frau den Betrag von ihrer Behandlerin zurückfordern dürfe.

Schlagworte zum Thema:  Krankenkasse, Kostenübernahme, Heilpraktiker

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